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Oschatz Hutberg Oschatz: Landratsamt sucht Hinweise zu illegalen Müllsündern
Region Oschatz Hutberg Oschatz: Landratsamt sucht Hinweise zu illegalen Müllsündern
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06:59 18.04.2019
Zum gesammelten Müll am Hutberg gehörten auch Dutzende Pfandflaschen. Quelle: Christian Kunze
Oschatz

Bei der Müllsammelaktion am Hutberg regten engagierte Bürger Müllbehälter und Kontrollen gegen Müllsünder an. Das gesamte Gelände der ehemaligen Deponie ist öffentlich zugänglich. Die Umweltbehörde des Landratsamtes Nordsachsen hält es prinzipiell für möglich, Ersatz für die zerstörten Bänke samt Müllkörben aufzustellen. „Alle Behälter sowie zwei der drei Bänke wurden zerstört“, erinnert Sprecher Peter Stracke.

Müllsünder am Wochenende unterwegs

Demnach müssten an jeder Bank ein Behälter und an den Parkflächen auf Grund erhöhten Müllaufkommens zwei Behälter aufgestellt werden. Kosten würde dies etwa 1500 Euro. Ferner wäre zu klären, in welchem Rhythmus die Abfallbehälter durch wen entleert werden, so Stracke. Wer die Kosten dafür, für die künftige Instandhaltung und Entsorgung trägt, sei ebenso noch nicht klar. Das Areal, eine ehemalige Deponie, wurde im Vorfeld der Landesgartenschau 2006 durch den damaligen Landkreis Torgau-Oschatz rekultiviert.

Vor einigen Tagen sammelten engagierte Bürger säckeweise Müll am Oschatzer Hutberg. Quelle: Christian Kunze

Eine Sperrung des Geländes für die Öffentlichkeit sei nicht möglich, da es nicht umzäunt ist. Zudem diene der Ort der Naherholung. „Auch die Sperrung der Parkplätze wäre nicht zielführend, da die Autos am Straßenrand abgestellt werden können“, so Stracke. Ob verstärkte Kontrollen helfen, sei fraglich. Dies resultiere aus Erfahrungen der Mitarbeiter der des Abfallunternehmemens A.TO auf Grund regelmäßiger Kontrollen. Die meisten illegalen Ablagerungen erfolgten an Wochenenden und abends.

Können Hinweisschilder helfen?

Möglich sei, mit Schildern darauf hinzuweisen, dass Besucher ihren Abfall wieder mitnehmen. „Sofern Bürger beobachten, dass illegal Müll entsorgt wird, wären konkrete Hinweise, etwa Nennung eines Kennzeichens für das Umweltamt des Landkreises zur Ermittlung eines Verursachers hilfreich“, ruft Stracke auf. Hilfreich ist es auch, selbst aktiv zu werden, wie die Oschatzer Julia Mallok und Dominik Leuschner. Sie machten jüngst rund um das Ernst-Thälmann-Denkmal sauber – und posteten Bilder der Aktion auf Facebook. Anlass war, dass sie in eben diesem Medium fälschlicherweise als Verursacher des Mülls bezichtigt worden.

Von Christian Kunze

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