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Oschatz Im Jugendhaus Oschatz läuft es gut: Kinder und Jugendliche kommen gern in den Treff
Region Oschatz Im Jugendhaus Oschatz läuft es gut: Kinder und Jugendliche kommen gern in den Treff
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14:03 05.05.2019
Der Jugendstadtrat Oschatz besichtigt beim Rundgang durch das Oschatzer Jugendhaus auch den Billardraum. Quelle: Frank Hörügel
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Oschatz

Das Jugendhaus Oschatz wird seit reichlich zwei Jahren vom Riesaer Verein Sprungbrett bewirtschaftet. Nach anfänglichen Akzeptanzproblemen wird dieses Angebot mittlerweile von den Kindern und Jugendlichen gut angenommen. So schätzten es die Mitarbeiter Diana Laube und Matthias Just bei der jüngsten Sitzung des Jugendstadtrates ein, bei der auch eine Besichtigung der Einrichtung auf der Tagesordnung stand.

Kinder nutzten Kreativangebote, Jugendliche hängen ab

„Wir haben hier regelmäßig 15 bis 20 Kinder und Jugendliche um Alter zwischen zehn und 16 Jahren zu Gast“, sagte Just. Vorrangig werde das Freizeitangebot von Oberschülern und Förderschülern genutzt, Gymnasiasten seien eher die Ausnahme. Die jüngeren Besucher würden die Kreativangebote nutzen. „Die Älteren wollen einfach nur abhängen.“ Im Haus selbst werden zum Beispiel Billard, Computerspiele oder gemeinsames Kochen angeboten. Darüber hinaus ist das Team des Jugendhauses auch mit dem Spielmobil in Oschatz unterwegs. „Wie werden diese Außenangebote angenommen?“, wollte Stadtrat Falk Zschäbitz (FDP) wissen. Laut Diana Laube werde die Station in der Karl-Liebknecht-Straße sehr gut angenommen, auch die Goethe-Straße sei gut besucht.

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„Welche Probleme gibt es bei den Jugendlichen?“, frage Stadtrat Stefan Helbig (CDU). Nach Aussagen von Matthias Just wenden sich die Gäste des Jugendhauses bei Problemen mit ihren Eltern oder Auseinandersetzungen untereinander an die Mitarbeiter der Einrichtung. Vandalismus habe es bisher noch nicht gegeben.

Sozialarbeiterin kümmert sich um etwa 100 Grundschüler

Seit dem 1. März ist Sabine Frisch als Schulsozialarbeiterin an der Grundschule „Collmblick“ im Einsatz. Die junge Frau ist beim Verein Sprungbrett angestellt und kümmert sich um etwa 100 Grundschüler. Erst mal sei es darum gegangen, die Kinder kennen zu lernen und Vertrauen aufzubauen. „Das ist alles noch im Findungsprozess, fühlt sich aber gut an“, schätzte sie ein. Die Kinder seien dankbar, dass ihnen Hofspiele angeboten würden und sie bei kleineren Problemen ihr Herz bei Sabine Frisch ausschütten könnten. Aufgefallen sei ihr, dass Kinder mit Migrationshintergrund von ihren deutschen Mitschülern oftmals abgestempelt würden. Dieses Problem werde demnächst angegangen, stellte Sabine Frisch in Aussicht.

Neubau eines Spielplatzes in Zschöllau

Fortschritte konnte Sozialamtsleiterin Ulrike Lösch mit Blick auf den geplanten Neubau eines Spielplatzes im Stadtteil Zschöllau vermelden. Die Spielgeräte sollen nun nicht wie ursprünglich geplant an der Mannschatzer Straße in der Nähe des Döllnitz-Radweges, sondern auf einem etwa 1000 Quadratmeter großen Grundstück an der Ecke Mühlberger Straße/Am Wachhübel errichtet werden. „Das wollen die Eltern so und die Anwohner sind auch einverstanden“, so die Amtsleiterin. Der Auftrag für den Bau des Spielplatzes ist ausgelöst. Die Arbeiten sollen in sechs bis acht Wochen beginnen. Es wird einen Spielturm mit Rutsche und Wackelbrücke, Schaukeln, eine Hütte und ein Reck geben – aber keinen Sandkasten. Dagegen haben sich laut Ulrike Lösch die Initiatoren ausgesprochen, um zum Beispiel Probleme mit Hundekot oder Glassplittern zu vermeiden. Laut Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) wird der 30 000 Euro teure Spielplatz aus Spenden finanziert und soll künftig auf Vereinsbasis gepflegt werden.

Von Frank Hörügel