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Oschatz Jung und Alt töpfern Winterbilder in Börln
Region Oschatz Jung und Alt töpfern Winterbilder in Börln
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13:01 12.03.2018
Fanny Kühne, Wolfgang Riedel, Greta Rüger und ihr Bruder Karl (von links) fertigen in Börln Winterbilder aus Ton an.
Fanny Kühne, Wolfgang Riedel, Greta Rüger und ihr Bruder Karl (von links) fertigen in Börln Winterbilder aus Ton an. Quelle: Foto: Christian Kunze
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Börln

Egal, ob Kinder oder Erwachsene, zur Halbzeit der Winterferien konnten Kreative sich in der „Schule des Herzens“ am Sonnabend an der Gestaltung farbiger Bilder versuchen. „So weiß wie Schnee“ lautete diesmal das Motto der offenen Keramikwerkstatt von Jana Heistermann – auch wenn der richtige Schnee schon geschmolzen ist.

Das Angebot lautete, auf braunen Ton zunächst eine bindende Zwischenschicht und dann flüssiges Porzellan aufzutragen. „Durch das Einritzen von Bildern oder Ornamenten in die helle Porzellanmasse entstehen weiße Oberflächen mit braunen Bildern im Untergrund“, erläutert Heistermann. Eine kinderleichte Aufgabe, die dann auch von einer Hand voll Jungen und Mädchen umgesetzt wurde. Das lockte Dahlener, aber auch Leipziger und sogar Interessenten aus Halle an.

Fantasiemotive entstehen

Karl Krüger (8) und seine Schwester Greta (5) waren die jüngsten Teilnehmer. Die beiden Chemnitzer ließen auf ihren Tonscheiben vor allen Dingen Blumen und Fantasiemotive entstehen. Einmal begonnen, konnten sie gar nicht wieder aufhören, die Begeisterung war geweckt – die Freude am Verwirklichen der eigenen Ideen ist ihnen anzusehen.

Gemeinsam mit den Großeltern Dagmar und Wolfgang Riedel aus Dahlen besuchen die beiden Stadtkinder die Werkstatt in Börln zum ersten Mal. „Das haben wir uns schon mehrmals vorgenommen, heute passt es endlich. Wir haben in der OAZ von dem besonderen Kurs gelesen und sagten uns nix wie hin. Das ist doch bei dem Schmuddelwetter besser als immer nur Fernsehen“, freute sich die Großmutter. „Morgen gehen wir Kerzen ziehen und dann gibt es am Montag in Oschatz eine Belohnung für das gute Zeugnis vom Großen. Und einen Abstecher in die Bücherei machen wir auch noch“, gab sie einen Einblick in das noch bevorstehende Ferienprogramm mit den Enkelkindern.

Guter Ausgleich

Schon etliche Male war dagegen Fanny Kühne mit ihrer Mutter bei Jana Heistermann zu Gast. Sie kommt aus dem nur wenige Kilometer entfernten Kühren regelmäßig zu den offenen Keramikwerkstätten in die Schule des Herzens. „Das ist ein guter Ausgleich zu dem Flurball, den ich als Hobby außerdem noch spiele“, sagte sie. In ihrer Schule in Falkenhain besucht die 12-Jährige schon einen Töpferkurs und kann das dort Gelernte in Börln anwenden – und noch dazu auch außerhalb der Schulzeit ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen. Zu Hause hat Fanny schon viele kleiner Keramiken stehen, einiges verschenkt sie auch. Heute kommen noch drei Bilder dazu. Auf einem sind die vier Jahreszeiten zu sehen, symbolisch dargestellt durch Tulpen, Meeresstrand, Igel im Laub und einen Schneemann, auf einem weiteren grüßt bereits ein grinsender Osterhase. Die dritte Tafel verziert sie mit Blütenmotiven – der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt. „Davon bekommen mein Onkel und meine Großeltern auch wieder etwas ab“, sagt sie und macht sich an diesem Nachmittag sogar noch an die Herstellung eines vierten Bildes.

Neben den Kindern lockte das Ferienangebot auch ein halbes Dutzend Erwachsene zum Gestalten – es müssen nicht immer Winterbilder sein, wie Jana Heistermann betont. Zu nächsten Veranstaltung in vier Wochen ist den Teilnehmern dann wieder vollkommen freie Hand gelassen. Wie immer wird die Fachfrau helfend zur Seite stehen.

Von Christian Kunze

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