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Oschatz Kassensturz zur Halbzeit: Oschatzer Badumbau wird rund 1,5 Millionen Euro teurer
Region Oschatz Kassensturz zur Halbzeit: Oschatzer Badumbau wird rund 1,5 Millionen Euro teurer
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19:19 07.06.2019
Beim Umbau des Oschatzer Platschbades musste viel von der alten Bausubstanz zurückgebaut werden. Dabei traf man schon manche Überraschung, die jetzt den Bau teurer machen. Quelle: Foto: Hagen Rösner
Oschatz

Die Stadt Oschatz steckt mitten im Umbau des Platschbades zu einer multifunktionalen Freizeiteinrichtung. Bei der vergangenen Stadtratssitzung informierte der Geschäftsführer des Planungsbüros Bauconzept, Bert Hoffmann, über den Baufortschritt und vorhergesehene Entwicklungen am Vorhaben.

Das Ergebnis lässt sich kurz und knapp zusammenfassen. Nach dem bisherigen Stand der Dinge wird das Projekt rund 1,5 Millionen Euro teurer, als in der genehmigten Planung vorgesehen und es gibt einen Bauverzug von rund zwei Wochen.

Zwei Kostentreiber ausgemacht

„Auf Grund unserer langen Erfahrungen waren wir uns aber schon zu Beginn sicher, dass es Veränderungen bei den Kosten geben wird“, sagt Geschäftsführer Bert Hoffmann. Das sollte sich bewahrheiten. Vor allem zwei Faktoren sind die Kostentreiber: Teilweise wurden bei den Abbrucharbeiten andere Gegebenheiten vorgefunden, als in den Plänen festgehalten. So hat sich beispielsweise die Menge des Entsorgungsmaterials erhöht. Aufgrund der aktuellen Marktlage sind zudem die Baupreise stark gestiegen. Ein Wackelfaktor ist außerdem die Ausschreibung bei drei Gewerken, die noch nicht durch ist. In der kommenden Woche soll die Ausschreibung veröffentlicht werden. „Wir werden sehen, ob es derzeit überhaupt Gebote gibt und dann müssen wir schauen, wie die Preise aussehen“, verdeutlicht Hoffmann. Er spricht von einem gewissen Überraschungsfaktor, der bei größeren Bauvorhaben nichts Ungewöhnliches ist.

Zudem gibt es einen internen Grund für die Kostensteigerung. Für die Finanzierung des Bauvorhabens haben die Fördermittelgeber die Kostenschätzungen anhand von bereist ausgeführten Vorhaben ermittelt. Darin sind künftige Steigerungen bei Baukosten nicht eingepreist. So hatte Bauconzept ursprünglich 6,4 Millionen veranschlagt, die Fördermittelbehörde aber nur 5,4 Millionen Euro. Nach derzeitigen Stand liegen die Kosten bei 6,9 Millionen Euro.

Termin mit der Landesdirektion

„Auf Grund eines dynamischen Förderbescheides ist es möglich, dass wir auch mehr Fördermittel erhalten, aber den ebenfalls ansteigenden Eigenanteil müssen wir aus eigener Tasche finanzieren“, verdeutlicht Andreas Kretschmar. Um den steigenden Anteil aufzufangen, hat der Beigeordnete Jörg Bringewald im Haushalt schon vorgesorgt. „Es gibt im Haushalt eine Reserve, die wir extra für einen solchen Fall vorgesehen haben“, so Bringewald. Außerdem wird man gemeinsam mit dem Bauplanungsbüro nach Einsparungspotenzial suchen, um die Kosten weiter im Griff zu behalten. In den kommenden Tagen will die Stadtverwaltung mit der Landesdirektion in Kontakt treten, um mit dem Fördermittelgeber über die neue Situation am Bau zu verhandeln.

Von Hagen Rösner

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