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Oschatz Kinderhilfswerk unterstützt Ökostation in Naundorf
Region Oschatz Kinderhilfswerk unterstützt Ökostation in Naundorf
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06:00 22.06.2017
Michael Kruse vom Kinderhilfswerk übergibt eine Spende für die weitere Absicherung des Ernährungsprojektes der Ökostation. Quelle: Foto: Axel Kaminski
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Naundorf

Küchenzauber – An die Töpfe, fertig, los“ heißt ein Projekt der Ökostation. Jeweils rund ein Dutzend Kinder und Jugendliche beschäftigen sich auf diese Weise mit Fragen zur gesunden Ernährung. Sie säen und pflanzen Kräuter und Gemüse, pflegen die Beete in der Ökostation und ernten die Zutaten, die sie dann gemeinsam in der Küche verarbeiten. Gemeinsam wird übrigens auch gegessen.

„Das Kinderhilfswerk unterstützt unser Projekt jetzt das dritte Jahr in Folge. Mit dieser Hilfe konnten wir zum Beispiel die Küche so umgestalten, dass es genügend Arbeitsplätze, Ablagen und Herdkapazitäten gibt“, erläutert Annett Erdmann. Natürlich freut sich die Leiterin der Ökoogischen Station über diese weitere finanzielle Unterstützung. „Die Kinder sind mit Freude dabei und lernen ganz nebenbei viel neues kennen. Es ist toll, dass unser Projekt im strukturschwachen ländlichen Raum unterstützt wird“, betont Annett Erdmann.

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Das Deutsche Kinderhilfswerk mag vielen für seine Hilfe in Notfällen bekannt sein. Das ist, wie der für die regionale Koordination zuständige Michael Kruse erläutert, jedoch nur ein Teil des Engagement. Der andere bestehe in der Förderung von Vereinen und Projekten. Dazu gäbe es Themenfonds. Kriterium dafür sei unter anderem, dass die Kinder in Entscheidungen einbezogen würden. Die Auswahl von Projekten zur Förderung geschehe durch Referenten für die einzelnen Themenfonds und werde durch Vorstandsmitglieder entschieden.

Zur Förderung des Naundorfer Projektes erklärte Michael Kruse: „„Es ist ein besonderes Anliegen des Deutschen Kinderhilfswerkes, die gesundheitliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu fördern. Hier erfahren Kinder die Vorteile einer gesunden und nachhaltigen Ernährung.“ Diese sei die wesentliche Grundlage für ein gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen. Die hier erworbenen Ernährungsmuster würden Kinder und Jugendliche oft ein Leben lang beibehalten. „Ein tolles Projekt, das zur Nachahmung auffordert“, fasst der Vertreter des Kinderhilfswerkes zusammen.

Eine einzelne große Investition, wie es vor einem Jahr der Herd war, sei diesmal nicht geplant, war von Annett Erdmann zu erfahren. Aber in einer Küche gäbe es eine Menge kleiner Dinge, die verschleißen, zu Bruch gehen oder neu benötigt werden. Mit den 2000 Euro vom Kinderhilfswerk könne man diese Lücken gut schließen.

„Das Deutsche Kinderhilfswerk finanziert sich ausschließlich über Spenden und Mitgliedsbeiträge“, betont Michael Kruse. Sichtbarstes Zeichen seien die etwa 40 000 Spendenbüchsen in den Kassenbereichen eines Drogeriemarktes. Die dort eingenommenen Spenden würden seit Jahren leicht ansteigen, während die Zahl persönlicher Mitgliedschaften sinkt. Aber auch Vereine und Kommune könnten Mitglied beim Deutschen Kinderhilfswerk werden. Die Unterstützung von Notfällen, für die das Kinderhilfswerk bei vielen bekannt sei, erfordere eine direkte Antragstellung im Einzelfall.

Von Axel Kaminski

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