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Oschatz Kirchturm und Kommunales: Oschatz empfängt Neulinge aus Starogard Gdanski
Region Oschatz Kirchturm und Kommunales: Oschatz empfängt Neulinge aus Starogard Gdanski
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13:07 24.07.2019
Türmer Alexander Nitsche mit Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (v.l.), Dolmetscherin Barbara Peschke (3.v.r.) und den polnischen Gästen in der Türmerwohnung. Quelle: Foto : C Kunze
Oschatz

Integration von Menschen mit Behinderung im Alltag gelingt in Oschatz gut – dank der Lebenshilfe Regionalvereinigung Oschatz. Ein Modell, das sich nicht ohne weiteres auf Starogard Gdanski übertragen lässt, denn die Rahmenbedingungen sind andere.

Nichtsdestoweniger sieht Magdalena Forc-Cherek, die neue Bürgermeisterin der Oschatzer Partnergemeinde im Osten hier Potenzial für eine künftige Zusammenarbeit. Denn solch eine Initiative sei begrüßenswert und werde auch in ihrer Kommune angestrebt, erklärte sie jüngst zu ihrem Antrittsbesuch in Oschatz.

Wenig Fördermöglichkeiten

Möglich ist dies für Starogard Gdanski jedoch nur aus eigener Kraft und mit Hilfe der Fördermittel der Europäischen Union. „Diese Quelle werden wir anzapfen müssen, denn andere Gelegenheiten gibt es für uns nicht“, so Forc-Cherek. In der Tat sind Förderprogramme vom Staat oder anderen übergeordneten nationalen Institutionen in Polen vollkommen unbekannt. „Unsereins sieht in der deutschen Praxis mehrerer Fördertöpfe unterschiedlicher Herkunft schnell den Aufwand, die Bürokratie und eine Überregulierung.“

Die Polen sehen das, mit Europa als einziger Anlaufstelle, anders. Dort wäre mancher sicherlich froh über mehr Unterstützung. „Denn so ist jede Gemeinde erst einmal auf sich allein gestellt, denn EU-Gelder gibt es nicht für jeden kleinen Zweck“, wertet Pressesprecherin und Partnerstädte-Beauftragte Anja Seidel diesen Umstand. Jedes Ding hat eben immer zwei Seiten, so auch hier.

Vergleichbare Größe

Mit gut 16 000 Einwohnern ist Starogard Gdanski durchaus mit Oschatz vergleichbar. Und auch was die Pendlerbewegung angeht, gibt es Parallelen, denn ein nicht unwesentlicher Teil der arbeitenden Bevölkerung verdient den Lebensunterhalt in der benachbarten Großstadt Danzig – so wie es für Oschatzer mit den Ballungsräumen Leipzig und Dresden der Fall ist.

Neben dem kommunalpolitischen Palaver galt es beim Besuch in Oschatz auch die touristisch schönen Dinge der Stadt kennen zu lernen. So führte der Weg die Gäste unter anderem in den O-Schatz-Park und auf den Südturm der St. Aegidienkirche. Dort lauschten sie den Anekdoten des Türmers Alexander Nitsche, die dank der stets zur Seite stehenden Dolmetscherin Barbara Peschke fix in die Muttersprache der Polen übersetzt werden konnten.

Von Christian Kunze

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