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Oschatz Künstler danken für ein Licht im Advent
Region Oschatz Künstler danken für ein Licht im Advent
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13:37 27.12.2018
OAZ-Chefredakteur Hagen Rösner sowie die Künstlerinnen Jana Heistermann, Ludmila Hempel und Regine Schäfer danken allen Spendern für ein Licht im Advent. Quelle: Foto: Kristin Engel
Börln

In den Kursen haben Kinder die Möglichkeit, negative Erfahrungen, die sie in ihrem kurzen Leben gesammelt haben, zu verarbeiten.

Behutsam setzt sich Ludmila Hempel an die Drehscheibe. Jana Heistermann bereitet den Ton vor und zeigt der jungen Künstlerin, wie dieser verarbeitet wird. Sie erklärt ihr den Zangen- und den Knöchelgriff.

Und auch, wenn der erste Versuch missglückt, wird sich gleich erneut ans Werk gemacht. Schnell erkennt man eine Tasse. Erst wenn beide Künstler zufrieden sind, wird das Werk von der Scheibe gelöst.

„Es ist eine sehr entspannende Arbeit, die wir gerne den Kindern zeigen möchten. Es macht sehr viel Freude, was auch der Grund ist, warum sich das Töpferhandwerk noch immer großer Beliebtheit erfreut. Ich habe auch bereits mit blinden und gehörlosen Menschen gearbeitet. Ein blindes Mädchen sagte mir einst „Ton klingt“. Das fand ich sehr interessant.“

Auch das Werk von Ludmila Hempel steht nun zum Trocknen da. Im Anschluss muss es noch einmal auf die Scheibe, um den Feinschliff zu bekommen. Dann wird der Becher bei 960 Grad in den Ofen geschoben. Nach dem Auftragen der Glasur noch einmal für um die 1000 Grad. Wie viel Grad es genau sind, weiß Jana Heistermann. Denn oft kommt es für ein Gelingen auf nur sehr wenige Temperaturunterschiede an.

Mit vor Ort ist auch Künstlerin Regine Schäfer. Alle drei gemeinsam gestalten in diesem Jahr die OAZ-Aktion „Ein Licht im Advent“. Denn in diesem Jahr geht es um Kunst für Kinder.

Um das zu ermöglichen, konnte OAZ-Chefredakteur Hagen Rösner einen Scheck von 1974,49 Euro überreichen. Mit diesem Geld wollen die Künstler Kindern aus mittellosen Familien, Kindern mit Handicap und Kindern aus Migrantenfamilien Kunst näher bringen.

„Wir freuen uns sehr über diese Möglichkeit durch die Aktion „Ein Licht im Advent“. Mit dem Geld können wir die Projekte in den Schulferien umsetzen und den Kindern damit Freude bereiten“, so Jana Heistermann aus dem Stiftungsvorstand der „Schule des Herzens“ Börln.

Mit vielen Emotionen

„Kinder kann man sehr gut mit Kunst erreichen. Sie können ihre Gefühle in das Werk einbringen, was ihnen dabei hilft, mit sich selbst ins Reine zu kommen. In den Kunstwerken spiegeln sich oft die Emotionen der Teilnehmer wieder“, sagt Regine Schäfer.

Kindern Freude bereiten

Das dies genau so ist, weiß vor allem Carola Kurzbach von der Evangelischen Jugendhilfe Borna. Sie sieht Tag für Tag, wie Kinder mit dem umgehen, was sie in ihrem so jungen Leben durchgemacht haben.

„Viele Kinder, die zu uns kommen, haben mit Menschen und ihrer Umgebung negative Erfahrungen gemacht. Einige hatten keine warme Kleidung, keine richtigen Mahlzeiten oder eben keine Geschenke unter dem Weihnachtsbaum. Für Kinder ist die Kunst eine gute Möglichkeit, mit dem Erlebten klarzukommen“, so die Teamleiterin.

Bereits im vergangenem Jahr wurde den Kindern aus der Evangelischen Jugendhilfe Sornzig mit „Ein Licht im Advent“ eine Freude bereitet, indem ihnen mit dem gesammelten Geld ein Ferienausflug ermöglicht werden konnte. Nun sollen unter anderem die Kinder in Borna von der Aktion profitieren.

„Das Kreative steckt in den Kindern bereits drin. Man muss es ihnen nur entlocken“, sagt Ludmila Hempel, die auch bereits mit Kindern mit Handicaps arbeiten konnte. „Schon immer faszinierten mich Menschen mit Behinderung und zwar aus dem Grund, dass sie an Kunst ganz unbefangen heran gehen. Einfach malen, was sie empfinden.“

Danke für die Spenden

Für die Kinder, die an den Kursen teilnehmen werden, soll Abwechslung geschaffen werden – eine Möglichkeit, sich auszuleben und dem einseitig gestalteten Schulalltag zu entkommen. Somit danken die Künstlerinnen im Namen der Kinder allen Spendern für ein Licht im Advent.

Von Kristin Engel

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