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Oschatz Lampertswalde: Viele feiern mit dem Musikverein
Region Oschatz Lampertswalde: Viele feiern mit dem Musikverein
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09:15 08.07.2019
Gaby Hofmann (links) gratuliert Klaus Köppe (Mitte) und Georg Andrè zum Jubiläum. Quelle: Bärbel Schumann
Lampertswalde

Das Festzelt im Park von Lampertswalde ist an diesem Abend brechend voll. Kein Wunder. Der Musikverein hat anlässlich seines 60. Geburtstages zum Ehemaligentreffen eingeladen. Viele sind gekommen, oft weit angereist, um in Erinnerungen zu schwelgen, Freunde wieder zu treffen und natürlich um dem Spiel der heutigen Mitglieder des Lampertswalder Musikvereins zu lauschen.

Die heutigen Musikanten unterhielten die ehemaligen Mitglieder und Gäste mit einem Festkonzert. Dabei erklangen auch Titel von früher, allerdings neu arrangiert. Quelle: Bärbel Schumann

In den vergangenen Wochen gab es schon manchen Höhepunkt wie das Konzert im O-Park. Doch an diesem Wochenende wurde gleich an zwei Tagen mit Freunden, Ehemaligen und manchem Wegbegleiter gefeiert. Am weitesten sind befreundete Musikanten aus Trebic angereist. Schon lange ehe Oschatz mit der tschechischen Stadt eine Partnerschaft einging, gab es zwischen Musikanten aus Trebic und Lampertswalde freundschaftliche Beziehungen.

Auch Gäste mit weiter Anreise

Freunde – deren Wurzeln im Musikverein liegen – trafen sich aber auch so, denn viele Ehemalige reisten auch aus fernen Bundesländern wieder an. Zu ihnen gehörte Petra Engel, die heute in Ohof lebende 56-Jährige spielte einst Tenorhorn. Auch ihr Bruder Bernd Lauckner spielte im Verein, allerdings Zugposaune. Beide erinnern sich, dass zum 40-jährigen Bestehen des Vereins viele ehemalige Mitglieder extra zum Fest wieder zu den einstigen Instrumenten griffen und drei Lieder einstudierten. „Bis zum zweiten haben wir es geschafft, immer wieder gab es Beifallsstürme und zum dritten Stück kamen wir gar nicht erst. Die Leute im Festzelt tobten zu sehr“, erinnert sich die Ohoferin.

Drei von den angereisten Ehemaligen: Petra Engel geborene Lauckner sowie Steffen und Lutz Jüttner. Alle erinnern sich gern an die Zeit im Musikverein. Quelle: Bärbel Schumann

Auch die Jüttner-Brüder erinnern sich. Während Steffen aus Leipzig kam, musste sein Bruder Lutz einen etwas weiteren Weg, nämlich aus Münster auf sich nehmen. „Auch wenn wir 1975 als Familie nach Leipzig zogen, so hat der Verein uns doch geprägt. Die Kapellenfeste, die Fahrten sind unvergesslich“, sagt Lutz Jüttner, der mit sieben im Verein begann und einst Flügelhorn spielte.

Manche Episode wird an diesem Abend erzählt. Uwe Nahlik kann eine aus eigener Erfahrung beisteuern: „Ich war nur rund zwei Jahre dabei. Als Jugendlicher wollte ich mir wie bei vielen damals Mode die Haare lang wachsen lassen. Aber Heinrich Hessler, damals Chef, forderte Haare ab oder Ausscheiden. Ich entschied mich damals für das Letzte.“

Vielleicht als Ruheständler wieder mitmischen

Von 1964 bis 1981 spielte Kurt Kressler die Trommel im Verein. Berufs- und familienbedingt hörte er dann auf. „Ich denke gern an die Zeit zurück. Sie hat uns geprägt, wir haben Gemeinschaft erlebt und gelebt. Man hat zum Beispiel gelernt, die anderen zu achten“, erzählt der Lampertswalder. Kurz vor dem Ruhestand stehend, könnte es sein, so erzählt er, dass er als Ruheständler sich wieder dem Musikverein anschließt. „Meine Frau fragt schon immer mal, willst Du nicht wieder mitmachen“, so Kressler. Die Erinnerungen an die vielen Erlebnisse, allen voran die Fahrten nach Bulgarien, der UdSSR, Polen oder Tschechien hätten schon geprägt.

Programm weckt Erinnerungen

Als die Musikanten später das Programm gestalten und aufspielen, kommt bei den Musikern der ersten Stunde, die noch dabei sind, manche Erinnerung hoch. Etwa bei der „Wachtelpolka“, die an diesem Abend neu arrangiert erklingt. Musik, die auch bei der Cavertitzer Ex-Bürgermeisterin und Ehrenmitglied im Verein Gaby Hofmann Erinnerungen weckt. Zu diesen Klängen tanzte sie einst als Jugendliche und Mitglied der legendären Calbitzer Tanzgruppe. Die Truppe trat oft gemeinsam mit dem Musikverein bei Veranstaltungen auf. Egal, wer an diesem Abend im Zelt sitzt, jeder könnte eine, seine Geschichte zum Jubiläum des Musikvereins erzählen.

Von Bärbel Schumann

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