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Oschatz Leibniz-Institut schließt Untersuchung zur Treptitz ab
Region Oschatz Leibniz-Institut schließt Untersuchung zur Treptitz ab
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06:00 18.07.2018
Die selbst organisierte Abwasserentsorgung ist immer wieder im Interesse von Besuchern wie hier zuletzt einer Gruppe aus der Ukraine. Quelle: Jana Brechlin
Treptitz

Über drei Jahre lang stand der Cavertitzer Ortsteil Treptitz im Fokus der Forschung: Das Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung hat das Dorf im Rahmen des Projektes „Innovationen in Landgemeinden“ unter die Lupe genommen. Ende des Jahres sind die Arbeiten dazu abgeschlossen. Dann sollen die Ergebnisse aus den Untersuchungen mit den Menschen aus den beteiligten Orten diskutiert werden.

Rahmenbedingungen ähneln sich

Neben Treptitz hatte das Leibniz-Institut auch Orte aus Brandenburg, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Hessen oder Rheinland-Pfalz untersucht. Während hier vor allem die selbst organisierte Abwasserentsorgung im Mittelpunkt stand, ging es in anderen Orten um die Nutzung leerer Gebäude, Ideen für Versorgungseinrichtungen oder kulturelle Angebote. Die einzelnen Projekte seien sehr unterschiedlich, doch die Rahmenbedingungen, nach denen die Dörfer ausgewählt wurden, ähneln sich. „Alle liegen in strukturschwachen Regionen, haben mit schrumpfender Einwohnerzahl, eher unterdurchschnittlicher Infrastruktur zu tun oder befinden sich in schwer erreichbaren Randlagen“, hatte Laura Stähler vom Institut zum Beginn des Untersuchungszeitraumes erklärt. Wie dennoch Neues und Innovatives entsteht, sei für die Forschung interessant. Man wolle zeigen, wie Initiativen gelingen, warum andere scheitern und wie das vermieden werden kann, so Anika Noack vom Leibniz-Institut. Mit den Ergebnissen könne die Politik beraten werden, welche Impulse für den ländlichen Raum hilfreich sind.

Innovation macht Ort attraktiver

Zur Untersuchung in Treptitz gehörten neben Besuchen auch Interviews und eine Haushaltsbefragung. Was dabei herausgekommen ist, erfahren die Treptitzer im November, wenn ein Praktikerworkshop im Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung in Erkner stattfindet, an dem auch Vertreter des Vereins zur ökologischen Gewässerbewirtschaftung (VÖG) teilnehmen. Von den positiven Effekten ihrer eigenen Innovation sind die Treptitzer überzeugt. „Wir haben eine für alle kostengünstige Abwasserlösung und dazu eine ebenfalls günstige Wärmeversorgung entwickelt“, so Tilo Sahlbach vom Verein. Das mache den Ort attraktiv, von einer schrumpfenden Einwohnerzahl könne nicht mehr die Rede sein: „Treptitz wächst wieder“.

Von Jana Brechlin

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