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Oschatz Luppaer Roman Becker ist neuer Kopf im SPD-Ortsverband Döllnitztal
Region Oschatz Luppaer Roman Becker ist neuer Kopf im SPD-Ortsverband Döllnitztal
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15:23 23.01.2018
Ursula Fritzsche (l.) gibt den Vorsitz an Roman Becker ab Quelle: christian kunze
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Ende einer Ära: Nach 17 Jahren an der Spitze des SPD-Ortsverbandes Döllnitztal beendet Ursula Fritzsche aus Wermsdorf diese Tätigkeit. Sie gibt dafür gesundheitliche Gründe an. Die Mitglieder wählten am Montagabend in Wermsdorf bei einer vorgezogenen Abstimmung einstimmig Roman Becker zum Nachfolger Fritzsches. Der 30-jährige Luppaer fungierte bisher als ihr Stellvertreter.

Als Fritzsche vor 25 Jahren ihre Arbeit für die Sozialdemokraten an der Basis in der Collm-Region begann, war Becker noch nicht einmal eingeschult. Im Zuge des Wechsels an der Spitze wurde der gesamte Vorstand neu gewählt. Die Nummer 2 im Ortsverband heißt künftig Volkmar Winkler und ist Landtagsabgeordneter für die Partei in Sachsen. Ursula Schad kümmert sich wie gehabt um die Finanzen. Neuer Beisitzer ist Wolfgang Gans. Ein völlig neues Gesicht ist in der Revisionskommission zu finden. Hier ist neben Detlev Mattis der Malkwitzer Thomas Hirsemann aktiv.

Ausgewertet wurden bei der Zusammenkunft der Sozialdemokraten die zurückliegenden zwei Jahre im allgemeinen sowie die Bundestagswahl 2017 und deren Folgen im besonderen. „Es gab nur eine Wahl, aber die hat auch gereicht“, fand Roman Becker klare Worte. Dem vom Ortsverband unterstützten Direktkandidaten für den Bundestag, Rüdiger Kleinke aus Delitzsch, gelang der Einzug in das Parlament nicht. Das zähe Ringen um eine Regierungsbildung mit dem Kompromiss Große Koalition nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen sehen die Mitglieder zwiespältig. „Natürlich ist es gut und richtig, dass die SPD im Bund Verantwortung übernimmt und dafür sorgt, dass das Land wieder regierbar gemacht wird“, so Fritzsche. Allerdings könne man sich mit den bisherigen Ergebnissen der Gespräche nicht zufrieden geben. „Hier muss nachgebessert werden. Vor allem in den Bereichen Rente, Bildung und Angleichung der Lebensstandards im Osten gegenüber denen im Westen Deutschlands“, sagte sie.

Geprägt ist die Arbeit der Akteure im Altkreis Oschatz, dem Wirkungsbereich des Ortsverbandes, davon, dass ihre „stetige Arbeit“ in der Regel den Personen zugeordnet wird, nicht jedoch der Partei. „Das müssen wir ändern“, bekräftige Roman Becker. Sich die eigenen Erfolge mehr auf die Fahnen zu schreiben, sei auch in Bund und Land für die Sozialdemokraten notwendig, um wieder glaubwürdige Politik zu machen. Da waren sich die Mitglieder einig.

Von Christian Kunze

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