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Oschatz Macht den Fliegerhorst endlich wieder grün!
Region Oschatz Macht den Fliegerhorst endlich wieder grün!
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06:09 08.06.2019
Schmetterlinge wie das Tagpfauenauge haben im Fliegerhorst eine grüne Zukunft. Quelle: Hans-Dieter Knopf
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Oschatz

Die Kastelruther Spatzen pfiffen es auf Schloss Hubertusburg: „Die Sonne scheint für alle“ – endlich Sommer! Mit der Hitze kamen nicht nur Spatzen, sondern auch Schwalben. Eine Schwalbe macht bekanntlich noch keinen Sommer, und damit noch mehr kommen, macht Peter Sodann Platz für die gefiederten Schnäblinge in der Markthalle Staucha – direkt über seiner DDR-Bibliothek.

Schwarmdummheit

Mehr Platz brauchen künftig auch Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten. Deshalb macht Oschatz Platz an der Venissieuxer Straße. Schräg gegenüber des Möbelhauses Roller können sich die Schwärmer häuslich einrichten und müssen nicht mehr auf dem Freisitz des Eiscafés am Neumarkt Zuflucht suchen – wie schön!

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Illegaler Müll an der Rune des ehemaligen Forsthauses im Fliegerhorst. Quelle: Dirk Hunger

Alles andere als Schwarmintelligenz bewiesen in der Vergangenheit jene, die die brachliegende Fläche der abgebrannten Forsthausgaststätte im Fliegerhorst als Müllhalde missbrauchten. In Schwärmen schirrten sie aus, brachten ihren Unrat dort hin. Wird die Versteigerung des Areals ein weiteres Mal scheitern, sollten Tatsachen geschaffen werden.

Puppenstube statt Müllkippe

Wenn die Stadt das Areal kauft, beräumt und Samen für die nächste Schmetterlingswiese aussäht, haben alle etwas davon – Sparkasse, Naturfreunde und Anwohner. Letztere beklagen gern mal, dass sie zwar im „grünsten Ortsteil“ von Oschatz wohnen, das Grün aufgrund der immer weiter steigenden Anzahl an Eigenheimen rapide abnimmt. Mit dieser Initiative geht es zurück zur Natur.

Von Christian Kunze