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Oschatz Mangels Teilnehmern: Oschatzer Kunstmauer abgesagt
Region Oschatz Mangels Teilnehmern: Oschatzer Kunstmauer abgesagt
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05:08 30.07.2019
Kunstmauer Oschatz Aufruf Wolfgang Thibault aus Schmorkau an der Stadtmauer Oschatz Quelle: E-Mail-LVD
Oschatz/Blomberg

Mit einer neuen Idee für die Kunstszene der Collm-Region preschte Wolfgang Thibault zu Jahresbeginn hervor: Mitte August, so seine Vision, sollten sich diverse Kunstschaffende entlang der historischen Stadtmauer präsentieren – und über die Ausstellung der Werke auch mit dem benachbarten Künstler oder Besuchern in Dialog treten.

Doch aus der Premiere für die Oschatzer Kunstmauer am 17. und 18. August wird nichts. Denn, so teilte der Initiator jetzt auf Nachfrage dieser Zeitung mit, es haben sich nicht genügend Künstler angemeldet, um die Aktion auch wirklich durchführen zu können.

Wenig Resonanz

Pate stand für die Idee ein ähnliches Projekt, das in der Oschatzer Partnerstadt Blomberg schon seit vielen Jahren erfolgreich durchgeführt wird. Bereits vor einigen Jahren hatten der Blomberger Maler Wolfgang Rose und der Keramiker Wolfgang Thibault aus Schmorkau gemeinsam die Idee, die Kunstausstellung mit der Stadtbefestigung als Kulisse an die Döllnitz zu holen. Damals scheiterte die Umsetzung am Konzept.

In diesem Jahr nun war im zweiten Anlauf das Konzept da, offenbar konnte dieses jedoch nur wenige überzeugen. „Wolfgang Rose suchte in seiner Heimat parallel nach Mitwirkenden. Auf beiden Seiten haben wir wiederholt potenzielle Teilnehmer angesprochen, telefoniert und angeschrieben. Aber es gab nur sehr wenig Resonanz“, konstatiert Thibault. Bis vor wenigen Tagen standen auf beiden Seiten jeweils nicht einmal zehn Zusagen zu Buche.

Kunstaktionen, wie hier in der Gartensparte Billert, gab es in Oschatz schon viele. Quelle: Sven Bartsch(Archiv)

Termin gut gewählt

„Um das Areal vor der Mauer zu füllen und dem Publikum etwas zu bieten, hätte es aber wenigstens 30, besser noch 40 oder mehr Ausstellender bedurft, die mitmachen“, so der Schmorkauer. Und, da gibt er sich auch vollends realistisch, eine halbe Sache wollte er nicht machen. „Es ist bedauerlich, dass nicht mehr Interessenten zusammen gekommen sind. Allerdings glaube ich kaum, dass sich in der verbleibenden Zeit noch genügend Freiwillige finden, um das Ganze doch noch stattfinden zu lassen. Dafür ist es jetzt einfach zu spät.“

Die Frage nach den Gründen für die geringe Resonanz vermag Thibault nicht so eindeutig zu beantworten. Am Termin, meint er, könne es nicht gelegen haben. Das Schulanfangswochenende garantiere, dass Urlauber unter den Teilnehmern und auch den Besuchern wieder in der Heimat seien. „Da ist Bewegung in der Stadt, davon hätten wie profitieren können“, ist er überzeugt.

Neuer Anlauf nicht ausgeschlossen

Er vermutet, dass die Bereitschaft, mitzumachen, durch andere Dinge eingeschränkt gewesen ist. „Ein jeder macht zu sehr sein eigenes Ding. Es hätte eine gute Aktion mit starker Außenwirkung werden können.“ Weiterhin ist er überzeugt, dass unter der Federführung eines Vereins und nicht zweier Privatpersonen mehr Künstler zugesagt hätten und die erste Oschatzer Kunstmauer gelungen wäre.

Die Flinte ins Korn werfen möchte Wolfgang Thibault allerdings nicht. Er kann sich vorstellen, im kommenden Jahr erneut einen Aufruf zu starten – Voraussetzung sei allerdings, dass die Blomberger Ideengeber um Wolfgang Rose auch wieder mit dabei sind. Denn dort wurde die Idee geboren.

Von Christian Kunze

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