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Oschatz Milchzapfstelle bringt Agrargenossenschaft Laas Imagegewinn
Region Oschatz Milchzapfstelle bringt Agrargenossenschaft Laas Imagegewinn
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15:58 08.02.2017
Frische Milch direkt gezapft – genießen Bürgermeister David Schmidt (Bildmitte), Dietmar Wiesner (rechts) sowie die Kita-Kinder und Erzieherinnen.
Frische Milch direkt gezapft – genießen Bürgermeister David Schmidt (Bildmitte), Dietmar Wiesner (rechts) sowie die Kita-Kinder und Erzieherinnen.  Quelle: Foto (Archiv): Dirk Hunger
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Laas

 Die Milchzapfstelle der Agrargenossenschaft Laas, die im November 2016 in Betrieb genommen wurde, ist ein voller Erfolg. Dietmar Wiesner, Vorstandsvorsitzender der Agrargenossenschaft Laas, spricht in diesem Zusammenhang von einem Imagegewinn nicht nur für das Unternehmen, sondern für die Landwirtschaft insgesamt. Im gesamten Freistaat Sachsen gibt es mittlerweile 34 und im Landkreis Nordsachsen drei Zapfstellen.

„Wir verkaufen jeden Tag frische, original Laaser Kuhmilch. Sie ist unbehandelt, also naturbelassen, und muss daher abgekocht werden“ informiert Wiesner. Das Besondere sei, dass diese Milch auch zu Hause zu Milchprodukten wie Joghurt oder Quark weiterverarbeitet werden könne. Täglich 60 bis 80 Liter gehen durch den Automaten. Mit der Inbetriebnahme der Anlage konnten laut Wiesner auch neue Kunden gewonnen werden. Denn gezapft wird direkt neben dem Einkaufscenter, in dem in der Direktvermarktung die Produkte der Agrargenossenschaft verkauft werden.

Ziel sei es, noch mehr Direktvermarkterprodukte aus der Region im Einkaufscenter anzubieten. Das soll neu gestaltet und am 20. Mai mit einem Hoffest vorgestellt werden. Die Vorbereitungen laufen bereits. Interessierte Bürger können sich an diesem Tag auch direkt im Kuhstall umsehen. Was die Milchzapfstelle in Laas betrifft, kommen Kunden nicht nur aus Laas und den anderen Liebschützberger Ortsteilen, sondern beispielsweise auch aus Oschatz, Riesa und Umgebung. „Viele junge Familien mit Kindern sieht man manchmal schon frühzeitig hier mit dem Auto halten und Milch tanken, bevor sie ihre Kinder in die Schule schaffen“, weiß Wiesner. Noch immer sind die Milchbauern mit den Abnahmepreisen für ihre Produkte nicht zufrieden. Sank der Preis im Mai und Juni des vergangenen Jahres sogar auf 22 Cent pro Liter, erhielten die Bauern im November 30,25 Cent. „An den Milchpreisen hat sich in den vergangenen Monaten nicht viel getan. Jetzt sind wir bei 30,05 Cent, auch für den Monat Februar.“ Gebraucht würden aber über 35 Cent, um langfristig rentabel zu sein.

Von Heinz Großnick