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Oschatz Mini-Flotte beim Bootsrennen
Region Oschatz Mini-Flotte beim Bootsrennen
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15:00 05.08.2019
Der beste Platz beim Bootsrennen ist nicht immer auf der Parkbank. Auch auf der Picknickdecke kann es sehr gemütlich sein.
Der beste Platz beim Bootsrennen ist nicht immer auf der Parkbank. Auch auf der Picknickdecke kann es sehr gemütlich sein. Quelle: Foto: Axel Kaminski
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Hof

 Begonnen hatte die 18. Hofer Zollstockbörse am Sonnabend wie geplant im Freien. Zwar sind diese Sammlerobjekte nicht so wasserempfindlich wie Briefmarken oder Ansichtskarten, aber nass wird niemand gern. Also zog man, als die ersten Scheuer nahten, in den Speisesaal der Grundschule um. Dass die Besucher an den fleißigen Helfern vorbei mussten, die den Abwasch für den Kuchenverkauf erledigten, störte keinen. „Die Resonanz hält sich wegen des Wetters ohnehin in Grenzen“, stellte Organisator Volkmar Thürmer kurz vor Schluss der Veranstaltung fest. Immerhin waren 16 Sammler und „etwas Laufkundschaft“ gekommen.

Bereits zum 13. Mal war Andreas Kinzel aus Rathenow bei dieser Börse zu Gast. Am Freitag besaß er ziemlich genau 27 600 Zollstöcke. „So zwischen 80 und 90“ konnte er am Sonnabend eintauschen. Da Feuerwehr, Sport, Humor und alles mit DDR-Bezug seine Sammelgebiete sind, freute er sich sehr über den Zufall, der ihm einen Zollstock mit „Schwalbe“ bescherte.

Während drin getauscht, gefachsimpelt, abgewaschen und Kuchen aufgeschnitten wurde, fanden draußen die knapp 30 Kuchen nach dem letzten Regenschauer reißenden Absatz. Neben Kuchen und Kaffee wurde an den beiden Ständen des Heimatvereines der brandneuen Heimatkalender 2020 zum Verkauf angeboten.

Treten, Paddeln und Rudern

Die Teilnehmer am Bootsrennen hatten mit dem Wetter Glück. Sie konnten trocken an den Start gehen. Wie sie ins Ziel kamen, steht auf einem anderen Blatt und war durchaus unabhängig von den nicht mehr fallenden Niederschlägen. Allerdings mussten sich die Organisatoren Gedanken darüber machen, wie sie dem Publikum mit nur drei Booten einen sehenswerten Wettkampf bieten konnten. Die Lösung: Wie in den vergangenen Jahren startete jeder gegen jeden – aber diesmal gab es noch eine Rückrunde. Für jeden Sieg in den Duellen gab es einen Punkt.

Unbesiegt: das Team des SV Grün-Weiß Mannschatz

Nach den regulären sechs Rennen hatte der SV Grün-Weiß Mannschaft die maximale Ausbeute von vier Punkten eingefahren. Da „Die Durstigen“ aus Limbach und Leuben einmal gegen das „Einhorn“ gewannen und einmal verloren, musste noch ein siebtes Rennen, ein Stechen, ausgetragen werden. Dort unterlag Prisca Voigt aus Lengenfeld in ihrem fantasievoll dekorierten Wassertreter den vier Paddlern. Unangefochten gewann sie hingegen – wie schon bei ihrem ersten Start in Hof vor zwei Jahren – den Wettbewerb um das schönste Boot.

Wenn stets zwei von drei Booten im Einsatz sind, bedeutet das für die Besatzungen, in zwei Rennen nacheinander gefordert zu sein. Die Organisatoren achteten mit etwas längeren Pausen zwischen den Starts darauf, dass kein Team vor Erschöpfung aufgeben musste. Die Besucher des Festes kamen auch bei drei Booten knapp eineinhalb Stunden in den Genuss kurzweiliger Unterhaltung. Da man sich beim Parkfest sowieso zu Kaffee und Kuchen oder deftigeren Speisen und Getränken trifft, hat die Größe des Starterfeldes beim Bootsrennen kaum Auswirkungen auf die Anzahl der Besucher. Jüngste Besucherin dürfte die sieben Woche alte Nele aus Stauchitz gewesen sein. Beim Tanz im Festzelt war sie allerdings nicht mehr mit dabei.

Ein Video ist unter www.lvz.de zu sehen.

Lediglich drei Teams bewarben sich um den Titel beim Bootsrennen auf dem Hofer Schlossteich. Das kleine Starterfeld bot den Besuchern des Parkfestes einen unterhaltsamen Nachmittag.

Von Axel Kaminski