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Oschatz „Mir passiert das nie“: Live-Hacking in Oschatz
Region Oschatz „Mir passiert das nie“: Live-Hacking in Oschatz
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18:00 13.11.2019
Felix Wabra (l.) und René Johansen führten durch die Veranstaltung. Quelle: Lisa Schliep
Oschatz

„Schon mal gefragt, woher das Handy weiß, dass ich Zuhause bin?“ „Weil es den Standort kennt und sich verbindet“, hallte es am Dienstag zögerlich aus dem Publikum im Thomas-Müntzer-Haus zurück. Richtig und nicht ungefährlich, attestierten die Sicherheitsexperten. Das Telefon merkt sich, wo es bereits gewesen ist und sucht unentwegt nach Verknüpfungen, auch außerhalb der eigenen vier Wände. Deshalb: Wird das Wlan nicht gebraucht – ausschalten. Einer von vielen erstaunlich simplen Tricks, die die Fachmänner Felix Wabra und René Johansen für die Oschatzer parat hatten, um ein wenig mehr Sicherheit im Umgang mit Fallstricken des Internets zu geben. Dafür schlüpften sie in die Rolle des Hackers und des Nutzers.

Hacker bedienen sich überall

Wabra vergleicht die Vorgehensweise des Hackers mit dem Angeln. Das Meer ist das Internet, der Hacker der Angler, der sein Werkzeug auswirft. „Und dann schaut der, wer anbeißt.“ Treffen kann es also jeden. In beruflichen Netzwerken sowie im privaten Bereich, um beispielsweise wichtige Zugänge zu knacken.

Zwei Veranstaltungen sollten die Oschatzer dafür sensibilisieren. Einige der knapp 200 Besucher kamen zur beruflichen Fortbildung, andere um persönliche Wissenslücken zu füllen.

Prävention ist das A und O

Im Zentrum standen vor allem praxisorientierte Hinweise für den Alltag. Wie schütze ich mich vor Mail-Trojanern, wie in sozialen Netzwerken und welche Gefahren gehen vom hauseigenen Wlan aus. Bereits im ersten Themenblock wurde eines deutlich: Gehackt zu werden, ist deshalb so gefährlich, weil der Nutzer es in vielen Fällen nicht einmal mitbekommt. Hacker hinterlassen kaum Spuren. „Also ist Prävention das wichtigste“, erklärte Johansen. Er zeigte den Zuhörern zum Beispiel gefälschte Rechnungen von Mobilfunkanbietern, die bei den meisten heutzutage per Mail eintrudeln. „Werden Sie nicht direkt in der Mail angesprochen, ist ihre Iban nicht erkenntlich oder die Summe enorm, sollten sie stutzig werden.“ Auch vor dem Klicken interner Links warnte der Experte.

Die Veranstaltungen wurden von der Sächsischen Staatskanzlei angeboten sowie von der Stadt Oschatz unterstützt.

Von Lisa Schliep

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