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Oschatz Mobiler Wassertank für Oschatzer Wehr wird teurer als geplant
Region Oschatz Mobiler Wassertank für Oschatzer Wehr wird teurer als geplant
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17:56 15.10.2019
Beim Löschen von Feldbränden soll den Oschatzer Feuerwehrangehörigen künftig ein 10 000 Liter fassender Tank zur Verfügung stehen. Quelle: Wolfgang Sens
Oschatz

Maßarbeit für die Oschatzer Feuerwehr und die Bevölkerung: Die Stadt investiert zusätzliches Geld in die Lösch- und Trinkwasserversorgung. Darauf einigte sich der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung. Hintergrund ist ein geändertes Prozedere für die Anschaffung eines 10 000-Liter-Wassertanks, der mobil und aufgrund seiner Doppelnutzung komplett zerlegbar sein muss.

Der Tank soll künftig auf ein bereits vorhandenes Fahrzeug aufgesetzt werden, das separat ausgeschrieben und finanziert wurde. Für solch einen separaten Aufbau gibt es, anders als für viele andere Feuerwehrtechnik, keine standardisierte Nom, nach der er anzufertigen ist. Auf die erste Ausschreibung hin ging nur ein Angebot bei der Verwaltung ein – zwar frist- aber nicht ordnungsgemäß. Die erneute Aufforderung an drei geeignete Firmen ergab zwei Angebote, von denen eine aus Oschatz, die Lube&Krings GmbH, den Zuschlag erhielt – für ursprünglich 70 388 Euro.

Eigenständiges Löschfahrzeug

Allerdings stellten die Anforderungen an den Tank den Hersteller vor Probleme, so dass die ursprüngliche Konstruktion verworfen und eine neue, deutlich aufwendigere Fachwerk-Variante aus Edelstahl gefertigt werden soll. „Diese beinhaltet anderes Material und andere Materialstärken, was sich wiederum auf das Gewicht und damit auf die Statik des gesamten Fahrzeugs auswirkt. Da es im Einsatz, etwa bei Feld- und Waldbränden auf teils unebenem Gelände, jedoch gefahrlos bewegt werden muss, ist eine prüffähige Statik zwingend notwendig“, erklärte der zuständige Mitarbeiter Karsten Saack und ergänzte: „Um als eigenständiges Hilfeleistungslöschfahrzeug dienen zu können, muss neben dem Tank auch die notwendige Technik zum Löschen samt Pumpe, Spritze und Schläuchen Platz finden können“. Eine weitere Herausforderung ist der Einsatz als potenzieller Trinkwasserspender. Denn um dem gerecht zu werden, muss der aufgesetzte Tank so konstruiert sein, dass er in alle Einzelteile zerlegbar ist, um diese sowohl von außen als auch von innen komplett desinfizieren zu können.

Feldbrände sorgten im vergangenen Jahr überregional für Schäden und Aufsehen. Quelle: Wolfgang Sens

Die zusätzlichen Kosten von rund 30 000 Euro bereiteten einigen Räten Bauchschmerzen. Dietmar Schurig (CDU) erfuhr auf Nachfrage von Karsten Saack, dass diese Variante nun immer noch deutlich günstiger sei als ein der Norm entsprechendes Löschfahrzeug. Dort würden die Katalogpreise erst bei 148 000 Euro beginnen. Stadtrat Henry Korn (Freie Wähler) erkundigte sich, ob mit der favorisierten Spezialanfertigung etwas langlebiges geschaffen sei, dass auch noch eingesetzt werden könne, wenn das Fahrzeug zum Transportieren ausgewechselt werden müsse. Karsten Saack stimmte dem zu. Finanziert wird die überplanmäßige Ausgabe laut Kämmerer Jörg Bringewald indes aus zwei anderen Posten im Haushalt – eingespart bei dem unlängst erfolgten Kauf eines Transporters für den Bauhof und Abbrucharbeiten eines Gebäudes am Wellerswalder Weg.

Bemühungen seit eineinhalb Jahren

Bereits im Mai vergangenen Jahres fällte der Stadtrat die Entscheidung, zur künftigen Versorgung mit Löschwasser im Brandfall und Löschwasser im Katastrophenfall statt zweier Zisternen in Altoschatz einen mobilen Tank anzuschaffen. Hintergrund dafür waren unter anderem neue Anforderungen an den Brandschutz nach Baugesetzbuch. Des weiteren wolle man künftig für Feldbrände besser gewappnet sein und bevorzugt diese mobile Lösung.Im Herbst 2018 schließlich entschieden die Stadträte, die Aufträge für das Fahrzeug einerseits und den Tank andererseits getrennt voneinander auszuschreiben. Beim fahrbaren Untersatz gelang dies reibungslos, bei der Ausschreibung des Tanks tauchten dann die genannten Probleme auf.

Von Christian Kunze

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