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Oschatz Nach „Friederike“ sind Dachdecker der Collm-Region im Dauerstress
Region Oschatz Nach „Friederike“ sind Dachdecker der Collm-Region im Dauerstress
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11:48 24.01.2018
In der Oschatzer Friedensstraßen waren gestern die Mitarbeiter der Firma Korn unterwegs, um die Dächer zu reparieren. Quelle: Foto: Hagen Rösner
Collm-Region

Auch wenn der Sturm vorüber ist, ist der Schaden, der „Friederike“ angerichtet ist, wohl noch lange nicht behoben. In den Wäldern wird gearbeitet, die Stromzufuhr muss wieder funktionieren, Grundstücke aufgeräumt und auch Dächer wieder geflickt werden. „Wir haben am Tag nach dem Unwetter so viele Anrufe gehabt, dass das Telefon im wahrsten Sinne des Wortes geglüht hat“, bestätigt Dachdeckermeister René Gründler von der Gründler & Leithold GmbH in Cavertitz.

Abarbeitung der Schäden wird Monate dauern

Um die einhundert Anrufe seien alleine in dieser Firma eingegangen. Zuerst wurde nach der schwere der Schäden geschaut, um eine Reihenfolge für die Reparaturarbeiten herzustellen. „Bevorzugt werden Wohnhäuser, die kein Unterdach haben. Also überspitzt gesagt diejenigen, die vom Wohnraum aus den Himmel sehen können.“ Notabsicherungen werden sofort getätigt. Dann geht der Fall für die Prüfung zur Versicherung. Erst dann können die Dachdecker richtig los legen. „Wir werden die Aufträge nun nach und nach abarbeiten. Das wird wohl circa zwei bis drei Monate dauern“, vermutet Dachdeckermeister Gründler und betont, dass noch nicht alle Reparaturarbeiten nach dem Sturm im Oktober 2017 behoben wurden konnten, da auch das laufende Geschäft weiter gehen muss.

Schäden in der Collm-Region meist schlimmer als angenommen

Nicht groß anders sieht es da bei René Naujoks, Dachdeckermeister der gleichnamigen Dachdeckerei in Oschatz aus. „Wir haben in etwa den selben Umfang an Schäden wie beim letzten großen Sturm Ende Oktober 2017. Wie lange es dauern wird alle Schäden zu beseitigen, kann noch nicht abgeschätzt werden, da zum Einen immer noch weitere Schadensmeldungen eingehen und zum Anderen der Aufwand der einzelnen Reparaturen sehr unterschiedlich ist.“ Die Schäden seien bei Besichtigung vor Ort meistens schlimmer als angenommen, da die meisten Kunden nicht alles einsehen und bewerten können. Auch hier wird versucht, die Reihenfolge nach Dringlichkeit festzulegen. „Die wiederum ordnen wir nach Wohnhaus und/oder untergeordnete Gebäude, nach Schwere der Schäden und natürlich versuchen wir auch die Reihenfolge der Eingänge zu berücksichtigen.“ Bis zum Sturm „Friederike“ waren die Mitarbeiter von René Naujoks gerade dabei die letzten Schäden vom Vorjahr zu beheben beziehungsweise die letzten Arbeiten anzugehen.

„Wie viele Aufträge es nach dem Sturm werden, können wir nicht sagen, da ja noch immer welche hinzu kommen, wenn zum Beispiel die Schäden an der Gartenlaube erst später gesehen werden“, sagt Steffen Rauschenbach von der gleichnamigen Dachdeckerei in Wermsdorf. Dennoch ist er optimistisch, dass alle Reparaturarbeiten, die durch den Sturm „Friederike“ nötig wurden, bis März abgeschlossen sind. Fast wären auch hier bereits alle Schäden, die der Oktobersturm verursacht hatte, behoben gewesen. Gerade einmal drei Dächer hatten noch gefehlt. „Dieses Mal sind es bei uns hauptsächlich kleinere Sachen. Wir hoffen, dass es so schnell keinen weiteren Sturm geben wird“, so Steffen Rauschenbach.

Viele Versicherungen zeigen sich unkompliziert

„Es kommt natürlich immer ganz auf die Stärke des Sturms an. Sturm „Friederike“ war stärker als der Sturm im Oktober. Schon damals war etliches zu tun, doch alles haben wir noch nicht geschafft. Man muss natürlich Prioritäten setzen. Was ist dringender? Dann spielen die Wetterverhältnisse eine wesentliche Rolle. Die Schäden von diesem Sturm sind noch heftiger. Wir haben einiges zu tun“, sagt der Geschäftsführer der GmbH Ausbau Mügeln, Udo Dietsch. Dies würde einige Wochen in Anspruch nehmen. Erfreut sei er über die Versicherungen, mit denen alles unkompliziert ablaufe. Ausbau Mügeln ist für die Produktion von Verkehrsschildern bekannt. „Bis auf die in den Medien gezeigte Schilderbrücke, die sich auf die Autobahn gelegt hat, ist mir nichts bekannt, wo Schilder den Sturm nicht stand halten konnten. Straßenschilder werden ordentlich befestigt, um so etwas ausschließen zu können. Für lange Zeit der Witterung ausgesetzt, kann das Fundament auch mal brüchig werden. Doch bisher habe ich nichts dergleichen gehört“, so der Geschäftsführer.

Von Kristin Engel

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