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Oschatz Nach Pfingsten lautstarke Gleisbauarbeiten am Bahnhof Oschatz
Region Oschatz Nach Pfingsten lautstarke Gleisbauarbeiten am Bahnhof Oschatz
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06:00 07.06.2019
Bei den Gleisbauarbeiten am Oschatzer Bahnhof wird auch ein sogenannter Schnellumbauzug wie dieser zum Einsatz kommen. Quelle: Foto: dpa
Oschatz

Über die Pfingstfeiertage sollten die Anwohner im Umfeld des Oschatzer Bahnhofes noch mal richtig ausschlafen. Denn danach stehen ihnen unruhige Nächte bevor. Grund: Die Bahn erneuert die Gleise im Bereich des Bahnhofes. Und das geht mit erheblichem Lärm einher. Die betroffenen Haushalte in Oschatz wurden jetzt von der Bahn per Postkarten darüber informiert, dass in den Nächten vom 11. bis 15. Juni Gleisbauarbeiten stattfinden werden. Durch die Instandhaltungsarbeiten, bei denen Zweiwegebagger, Stopfmaschine und Schnellumbauzug eingesetzt werden, werde es zu Lärmbelästigungen kommen, heißt es in dem Anschreiben. „Unsere Baustelle kann schon mal zur echten Nervensäge werden“, prophezeit die Bahn in lockerem Ton.

Hupe bei Gleisbauarbeiten der Deutschen Bahn (Rottenwarnsystem) Quelle: Oschatzer Allgemeine

Was genau in den Nächten der kommenden Woche passieren wird, erfuhr OAZ auf Nachfrage von Bahnsprecherin Erika Poschke-Frost. Nach ihren Angaben müssen die Gleise erneuert werden, „weil die Betonschwellen dieses Abschnitts ihre individuelle Nutzungsdauer erreicht haben und der Zustand einen Austausch erforderlich macht“. Damit werde gewährleistet, dass diese Gleisanlage weiterhin ohne Einschränkungen für den Zugverkehr genutzt werden könne. Konkret sollen die Arbeiten im Bereich des Bahnsteiges Gleis 3 bis zu den Weichen der durchgehenden Hauptgleise erfolgen – und zwar jede Nacht beginnend in der Nacht vom Dienstag zu Mittwoch nächster Woche bis zur Nacht vom Freitag zum Sonnabend. In Spitzenzeiten werden laut Bahnsprecherin Poschke-Frost bis zu 20 Arbeitskräfte beschäftigt sein.

Lautstarke Signalhupen wieder im Einsatz

Vor reichlich einem Jahr haben Bauarbeiten der Bahn bei Oschatz schon einmal für Aufregung gesorgt. Damals wurden im Streckenabschnitt zwischen Dahlen und Oschatz neue Bahnschwellen verlegt – ebenfalls in den Nachtstunden. Die jetzt anstehenden Gleisbauarbeiten haben laut Bahnsprecherin Poschke-Forst jedoch nichts mit dem Verlegen neuer Schwellen vor einem Jahr zu tun.

Eine Gemeinsamkeit gibt es aber dennoch. So wie bereits im April 2018 werden auch diesmal sogenannte Rottenwarnanlagen eingesetzt. Wenn sich in den Nachtstunden Personen- oder Güterzüge dem Oschatzer Bahnhof nähern, machen diese Signalhupen entlang der Bahnstrecke einen ohrenbetäubenden Lärm. Damit sollen die Gleisbauarbeiter gewarnt werden, um rechtzeitig die Gleise räumen zu können. Für die Anwohner wird das eine echte Belastungsprobe. Die Gleisstopfmaschinen machen bereits einen Lärm, der an den von startenden Düsenflugzeugen, Explosionen und auch Rockkonzerten heranreicht. Und die Signalhupen müssen diesen Krach noch übertrumpfen, damit die Arbeiter sich in Sicherheit bringen können.

Züge mit etwas Verspätung

Diese Arbeiten bleiben nicht ganz ohne Auswirkungen auf den Zugverkehr. Dazu gehört der letzte Regionalexpress (RE), der in Oschatz 0.14 Uhr abfahren würde. In der Nacht zum Mittwoch ist erst 0.19 Uhr Abfahrt (Dahlen: 0.29 Uhr). In den Nächten zum Donnerstag und Freitag fährt dieser RE 0.22 Uhr in Oschatz ab und in der Nacht zum Sonnabend wieder 0.19 Uhr. Dadurch kommt der Zug auch später als sonst in Leipzig an.

In der Gegenrichtung fährt der planmäßig 21.36 Uhr in Oschatz ankommende Zug am Mittwoch zwei Minuten später ab und erreicht den Dresdner Hauptbahnhof erst 22.41. Spätere Ankünfte in Dresden gibt es auch beim RE 4.36 Uhr am Donnerstag und beim Zug 23.36 Uhr am Freitag.

Von Frank Hörügel und Axel Kaminski

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