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Oschatz Neue Türen und Fensterbänke: Mügeln treibt Ausbau des Geoportals voran
Region Oschatz Neue Türen und Fensterbänke: Mügeln treibt Ausbau des Geoportals voran
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07:00 22.02.2019
Das Geoportal, das am Bahnhof Mügeln entsteht, nimmt Form an (Archivbild). Quelle: Axel Kaminski
Mügeln

Die Uhr tickt. Bereits Ende Juni soll der Bahnhof Mügeln als Geoportal Besuchern Informationen zur erdgeschichtlichen Vergangenheit der Region bieten. Unter Leitung der Stadt soll hier die Erlebniswelt Schmalspurbahn mit dem Geopark Porphyrland verknüpft werden.

Zunächst sind 5.000 Besucher pro Jahr geplant, die dieses Informationszentrum nutzen können, dass Mügeln auch touristisch aufwerten soll. Laut Betreiberkonzept könnte diese Zahl noch bis auf das Vierfache steigern. Doch dazu muss das Portal im Empfangsgebäude des Bahnhofs erst einmal fertig werden.

Wie beim Feuerwehrgerätehaus in Niedergoseln gab es auch hier Rückschläge für die Stadt. So wird die Sanierung der Sandsteingewände am Bahnhof erheblich teurer als kalkuliert werden (die OAZ berichtete).

Bleche sollen Sandstein schützen

„Viele der Sandsteingewände sind durch Farbe angegangen und zersetzen sich“, erklärte Bürgermeister Johannes Ecke (Freie Wähler) jüngst seinen Stadträten. Um nicht ganze Wände im denkmalgeschützten Gebäude herausbrechen zu müssen, wurde bei dem Fensterbänken nun eine Kompromisslösung gefunden.

Um den darunterliegenden Sandstein zu schützen, werden diese nun beblecht. Dafür wurde einstimmig ein Auftrag an die ortsansässige Bauklempnerei Müller vergeben. Sie hatte das günstigste der drei eingegangenen Gebote eingereicht. Für knapp unter 6.000 Euro will sie die erforderlichen Arbeiten ausführen. Die Stadt kann diese aus Fördermitteln finanzieren.

Denkmalschutz fordert handangefertigte Türen

Deutlich teuerer werden die Außentüren, die die Stadt anfertigen lässt: Auch hier lagen drei Angebote vor, die sich in einem Preisrahmen zwischen fast 32.000 Euro und knapp 25.550 Euro bewegten. Die Tischlerei Oschatz, die das günstigste Angebot abgegeben hatte, erhielt einstimmig den Zuschlag.

„Die Türen werden handangefertigt“, erklärte Ecke wie der Preis zustande komme. „Wir müssen sie so wieder herstellen, dass sie eben dieselben Verzierungen und dergleichen haben, weil das der Denkmalschutz vorschreibt.“ Betroffen seien zwei Türen an der Gebäudeinnenseite, die zu den Gleisanlagen weisen, sowie die Außentür, die zum Gehweg führe.

Von Manuel Niemann

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