Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Neue Versuchsanlage im Glasseidenwerk Oschatz
Region Oschatz Neue Versuchsanlage im Glasseidenwerk Oschatz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 23.06.2018
Die Fasern werden aus geschmolzenem Glas gezogen. Quelle: Sven Bartsch
oschatz

Im Oschatzer Glasseidenwerk wird am 29. Juni eine Versuchsanlage zur Erforschung von Hochmodulglasfasern offiziell in Betrieb genommen. Neben dem Firmengründer Hans Jürgen Preiss-Daimler wird auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) an diesem Tag nach Oschatz kommen.

Nach Angaben des Unternehmens wird in Oschatz seit zwei Jahren intensiv an der Entwicklung neuer Hochleistungsfasern für den Leichtbau geforscht. Seit 2016 sei im Rahmen eines von der Europäischen Union geförderten Projektes eine Anlage zur Erforschung von Hochmodulfasern aufgebaut worden. „Das Projekt hat einen Umfang von zwei Millionen Euro“, erklärt Dr. Maik Peschel, Leiter Produkt- und Projektmanagement, auf OAZ-Anfrage. 45 Prozent dieser Summe werden nach seinen Angaben gefördert.

Umstrukturierung läuft

Die neue Versuchsanlage fügt sich in die derzeit laufende Umstrukturierung des Unternehmens ein, das seit 52 Jahren in Oschatz Glasseide produziert. Bereits 2016 hatte die Geschäftsleitung angekündigt, sich aus der Herstellung von Standard-Glasfasern vollständig verabschieden zu wollen. Dafür gibt es mehrere Gründe: Die letzte derzeit noch genutzte Glasschmelzwanne mit einer Jahreskapazität von 12 000 Tonnen Glasseide hat das Ende ihrer Laufzeit erreicht und soll demnächst abgeschaltet werden. Künftig sollen die Glasfasern aus einem Unternehmen in den USA bezogen werden, das ebenfalls zur Preiss-Daimler-Gruppe gehört. Hintergrund dieser Entscheidung sind die günstigeren Produktionskosten in den USA, wo vor allem die Energie billiger bezogen werden kann. Bei der energieintensiven Glasschmelze fallen diese Kosten besonders ins Gewicht. Nicht zuletzt sieht PD in Nordamerika einen Wachstumsmarkt.

Ziel ist die Serienproduktion

In Oschatz sollen die Beschäftigten jedoch künftig nicht nur die Glasfasern aus dem nordamerikanischen Werk weiter verarbeiten. Ziel der neuen Versuchsanlage, die jetzt in Betrieb genommen wird, ist es, am Standort Oschatz eine Serienproduktion der Hochmodulglasfasern zu starten. Damit soll sicher gestellt werden, dass die Fertigkeiten der Oschatzer Glasseidenwerker bei der Herstellung von Glasfasern nicht verloren gehen.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Glasfasern sollen sich die neuen Spezialfasern nach Angaben des Unternehmens zum Beispiel durch eine höhere Steifigkeit und eine verbesserte chemische Beständigkeit auszeichnen. Zudem sollen ihre textil-physikalischen Eigenschaften dem jeweiligen Verwendungszweck angepasst werden können. Die Spezialfasern können zum Beispiel in der Autoindustrie, in der Luftfahrt oder bei der Herstellung von Bodenplatten eingesetzt werden.

Personalbestand wird reduziert

Das 1966 in Betrieb genommene Oschatzer Glasseidenwerk wurde im Jahr 1993 von der Preiss-Daimler-Gruppe aus Treuhandbesitz erworben. Im Zuge der jetzt laufenden Umstrukturierung soll die Mitarbeiterzahl auf etwa 340 Beschäftigte reduziert werden (2016: 380 Mitarbeiter). Dieser Prozess soll laut Geschäftsleitung ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen.

Von frank hörügel

Seit 2015 gibt es in der Ökostation Naundorf jedes Jahr ein Kochprojekt. Zwar wachsen einige Zutaten dafür im eigenen Garten, finanzielle Hilfe von außen ist aber sehr willkommen. Treuer Partner der Ökostation ist bei diesen Projekten das Kinderhilfswerk.

20.06.2018
Oschatz Landwirtschaft - Feldtag in Salbitz

Welche Auswirkungen haben Aussaattermine und Sortenauswahl auf den Ertrag beim Winterweizen? Welche Sojasorten können in Sachsen wirtschaftlich angebaut werden? Antworten auf diese und andere Fragen gab es am Dienstag beim Feldtag, zu dem das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie nach Salbitz eingeladen hatte.

22.06.2018

Die geplanten ortsfesten Landfunkstellen stoßen in Cavertitz auf wenig Gegenliebe. Gemeinderat und Bürgermeisterin fordern, zunächst offene Fragen zu Finanzierung und Besetzung zu klären.

19.06.2018