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Oschatz Oldtimer rollen durch Oschatz
Region Oschatz Oldtimer rollen durch Oschatz
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15:15 01.07.2019
orsten Engel (r.) und sein Freund Dirk Haferkorn mit dem 601er Trabi vor dem Start. Quelle: Bärbel Schumann
Oschatz

Die Chromteile des Wartburgs blitzen in der Sonne. Das Cabriolet mit dem blau-weißen Originallack vom Baujahr 1956 hat Andreas Fischer 1984 vor dem Verschrotten bewahrt. Der 59-jährige Collmer hat das Auto in mühevoller Arbeit wieder hergerichtet. Ab und an ist er damit auch unterwegs. Vor allem dann, wenn Oldtimerfreunde eine Ausfahrt wie am vergangenen Sonntag organisieren. Diesmal hatte der MC Oschatz dazu im Rahmen des Stadtfestes eingeladen.

45 Oldtimerbesitzer am Start

45 Oldtimerbesitzer kamen, um an der Ausfahrt durch die Region mit der ersten Stationen auf dem Oschatzer Markt mit der Begrüßung durch Oberbürgermeister Andreas Kretschmar teilzunehmen. Andreas Fischer und seine Frau Ingrid waren dabei. Nicht nur so, sondern stilecht zum Auto in einem Outfit der 1950er Jahre gekleidet. Das war nicht nur für die Fischers, sondern auch für andere Teilnehmer selbstverständlich.

Wanderer W 22 Baujahr 1933 aufgebaut

Bereits beim Eintreffen der Teilnehmer mit ihren Fahrzeugen wurde gestaunt. Beispielsweise, als ein Ehepaar mit seinem Wanderer W 22 Baujahr 1933 eintraf. Das Auto hat 40 PS. „Drei Jahre habe ich gebraucht, um es wieder aufzubauen“, erklärt der Fahrer stolz. Den Namen und wo er herkommt, will er nicht öffentlich nennen. „Ich kenne einige Leute, die dann nachts Besuch hatten und dann war der Oldtimer weg“, erklärt der Mann.

Trabi vom Onkel aus der Oberlausitz geerbt

Ganz anders sind da Torsten Engel und Dirk Haferkorn. Die Mitglieder des MC Grimma sind mit einem Trabant 601 angereist. Ein Auto, das man aus DDR-Zeit kennt und das inzwischen zu den Oldtimern zählt. „Ich habe meinen Trabi von meinem Onkel aus der Oberlausitz geerbt. Er ist Baujahr 1967. Das war 2002 und seitdem habe ich Interesse an historischen Fahrzeugen“, sagt Engel. Sein Freund ist meist Beifahrer, hat sich aber inzwischen selbst einen alten Wartburg gekauft. Beide fahren oft zu Fahrzeugtreffen. Im Mai, Juni und dann August und September sind sie fast jedes Wochenende unterwegs. „Ich bin dann noch Chef unserer Feuerwehr, da geht auch viel Freizeit drauf. Kein Wunder, dass ich deshalb noch gar keine Zeit hatte, eine Familie zu gründen“, sagt der Hohnstädter lachend. Dann mahnt Beifahrer Dirk Haferkorn, sich für den Start zu rüsten. Schnell noch ein Erinnerungsfoto.

Stolz auf Berliner Roller

Aufgeregt ist diesmal auch Familie Weber aus Dahlen. Michaela Weber zeigt stolz ihren Berliner Roller. Der ist Baujahr 1959. „Den haben wir uns zugelegt, als die ES 250 mit Seitenwagen meines Mannes Mario nach der Geburt unserer beiden Töchter für Ausfahrten nicht mehr ausreichte“, erklärt die Dahlenerin. Manche Oldtimerausfahrt haben sie mit beiden Fahrzeugen inzwischen mit den Töchtern Elsa und Lotta bestritten. Auch diesmal in Oschatz ist die Familie komplett dabei.

Zum Start der Oldtimerausfahrt am Stadtrand sind auch Schaulustige gekommen. Adelheid und Diethelm Kattner gehören dazu. „Auch wenn wir selbst keinen Oldtimer besitzen, interessiert uns das sehr und wir schauen uns immer wieder gern historische Fahrzeuge an. Da lohnt selbst frühes Aufstehen an einem Sonntagmorgen“, sagt der Oschatzer.

Rast in Mutzschen

Dann ist es soweit. Johannes Schumann vom MC Oschatz gibt Hinweise zum Verlauf der Ausfahrt. Die Strecke ist landschaftlich reizvoll durch einen Teil des Obstlandes, meist auf Nebenstraßen. Rast wird zu Mittag auf Schloss Mutzschen gemacht, ehe der Tross mit Star, AWO, Schwalbe, Wanderer, Wartburg, und Co später wieder weiter in Richtung Oschatz fährt – und zum Stadtfest etliche Bewunderer findet.

Von Bärbel Schumann

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