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Oschatz Oschatz: Mit Ferienjobs das Taschengeld aufbessern
Region Oschatz Oschatz: Mit Ferienjobs das Taschengeld aufbessern
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16:11 28.06.2018
Dominic Drechsler absolvierte im vergangenem Jahr seinen Ferienjob bei Bad und Heizung Schneider in der Oschatzer Ritterstraße. Dieses Jahr ist er als Auszubildender hier anzutreffen. Quelle: Christian Kunze
Oschatz

Endlich ist es soweit: Die Ferien stehen bevor. Genug Zeit um den Sommer zu genießen, in den Urlaub zu fahren, Eis mit Freunden essen zu gehen oder einfach nur die Seele baumeln zu lassen. Doch nicht alle Schüler wollen in diesen Wochen nur auf der „faulen Haut“ liegen. Viele entscheiden sich dazu, einen Ferienjob zu machen, um das Taschengeld aufzubessern. Eine tolle Gelegenheit, findet auch Volkmar Beier, Pressesprecher der Agentur für Arbeit in Oschatz. „Die Schüler haben natürlich auch einen monetären Ansporn, einen Ferienjob zu machen, da diese Arbeit in der Regel vergütet wird. Damit kann man sich vielleicht das ein oder andere kaufen, was man sich sonst nicht leisten könnte. Zudem bieten Ferienjobs wie Praktika eine gute Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln, Betriebsluft zu schnuppern und herauszufinden, was hinter den Werktoren vor sich geht.“

Für die Betriebe gibt es ebenso Vorteile. Neben der tatkräftigen Unterstützung des Teams bekommen die Unternehmen so Zugang zu potenziellen Auszubildenden. Auch in der Gartenbaumschule Müller konnten so bereits neue Mitarbeiter gewonnen werden. „Doch meistens sind es Abiturienten, die später studieren und keine Ausbildung machen möchten. Doch das ist okay. Wir freuen uns trotzdem über das große Interesse an einer Ferienarbeit bei uns“, sagt Melanie Müller-Leuteritz. Jedes Jahr bewerben sich hier zwischen 15 und 20 Schüler um einen Ferienjob. Leider kann der Betrieb nicht alle annehmen. „Wir können immer nur sehr spontan Bescheid geben, wen wir nehmen können. Das hängt ganz davon ab, welche Arbeit zu dieser Zeit gerade anliegt. Jetzt geht die Rosen-Veredelungs-Zeit bei uns los. Letztes Jahr hat uns beim Reiser putzen eine Schülerin sehr gut unter die Arme gegriffen. Wir werden sehen, wie es in diesem Jahr aussieht.“ Natürlich muss auch das Alter beachtet werden. Denn laut Jugendschutzgesetz dürfen Kinder erst arbeiten, wenn sie das 15. Lebensjahr erreicht haben. Bei leichten Tätigkeiten, wie das Zeitungsaustragen, können Ausnahmen gemacht werden, wenn die Eltern ihre Zustimmung geben. Hier darf die tägliche Arbeitszeit von zwei Stunden am Tag jedoch nicht überschritten werden. Bei 15- bis 17-Jährigen sieht das wieder anders aus. Bei einer Fünf-Tage-Woche können diese Schüler bis zu 40 Stunden arbeiten, jedoch darf die tägliche Arbeitszeit nicht länger als 8,5 Stunden betragen. „Zwischen den Schichten muss eine Ruhepause von zwölf Stunden eingehalten werden und Nachtarbeit zwischen 20 und 6 Uhr sowie eine Tätigkeit am Wochenende und an Feiertagen sind tabu“, heißt es beim Bildungsmarkt Sachsen. Wichtig sei es daran zu denken, dass die Ferienzeit zur Erholung gedacht ist. „Wer schulpflichtig ist, darf nicht mehr als insgesamt vier Wochen pro Jahr arbeiten. Außerdem stehen Jugendlichen auch mehr Pausen zu als Volljährigen: bei einer Arbeitszeit von 4,5 bis sechs Stunden 30 Minuten und bei mehr als sechs Stunden Arbeitszeit 60 Minuten.“ Hier sind die Arbeitgeber verpflichtet, das Jugendarbeitsschutzgesetz einzuhalten. „Minderjährige dürfen keine körperlich schweren oder gefährliche Tätigkeiten oder Akkordarbeit ausüben.“ All das und mehr ist auch unter www.bildungsmarkt-sachsen.de nachzulesen. Doch wie finden die Schüler die passenden Stellen? „Auf der Internetseite www.arbeitsagentur.de gibt es einige Angebote für die Ferienzeit. Doch der übliche Weg, einen Betrieb zu finden, führt über die Homepages und über die Mitschüler, die vielleicht dort bereits einen Ferienjob gemacht haben. Wichtig ist einen Ferienjob zu finden, der für die Schüler auch einfach erreichbar ist. Meine Empfehlung: Einfach dort persönlich nachfragen, wo man gerne seinen Ferienjob machen möchte und Interesse zeigen“, so Volkmar Beier.

Von Kristin Engel

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