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Oschatz Oschatz hat Sportler des Jahres gewählt
Region Oschatz Oschatz hat Sportler des Jahres gewählt
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15:34 29.10.2017
Die Tänzerinnen des Oschatzer Festvereins bekamen die meisten Stimmen und dürfen sich nun über die Ehrung zur „Mannschaft des Jahres“ freuen.
Die Tänzerinnen des Oschatzer Festvereins bekamen die meisten Stimmen und dürfen sich nun über die Ehrung zur „Mannschaft des Jahres“ freuen. Quelle: Foto: Dominik Ferl
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Oschatz

Torte, Tanz und Ballgeflüster – der Oschatzer Sportlerball wurde in diesem Jahr neu aufgelegt und war in den Augen vieler Besucher ein voller Erfolg. Oberbürgermeister Andreas Kretschmar äußerte sich erfreut über die neue Ausrichtung: „Eine tolle Veranstaltung! Vor allem, weil sie aus den Sportvereinen heraus organisiert und auf breite Schultern gestellt wurde.“

OAZ-Regionalverlagsleiter Jan Simon gratuliert den Tänzerinnen des Fechtvereins. Quelle: Dominik Ferl

Aber auch die Veranstalter zeigten sich glücklich, hatte man doch etliche Stunden in die Vorbereitung investiert. Nach der ersten Idee beim Neujahrsempfang des Oberbürgermeisters gründete sich ein Organisationsteam, dem auch Michael Camen angehörte. Nach der Veranstaltung war Camen, der selbst aktiver Tischtennisspieler beim PSV Telekom Oschatz ist, glücklich über die positive Resonanz der Besucher: „Demnach zu urteilen, was ich bisher gehört habe, kam die Veranstaltung super an. Wenn man auch den Zulauf und die Stimmung im Saal betrachtet, bin ich wirklich sehr zufrieden.“

Bei der Neuauflage des Sportlerballs gab es einige Neuerungen im Vergleich zu den vergangenen Jahren. So war die Ballveranstaltung tatsächlich auch eine Feierlichkeit mit tänzerischem Charakter. Jede Pause zwischen den Ehrungen wurde zum Tanzen genutzt, so dass auf dem Parkett des Thomas-Müntzer-Hauses stets reges Treiben herrschte .

Zwischen den Ehrungen wurde viel getanzt. Quelle: Dominik Ferl

Aber auch die Wahl der Preisträger erfolgte nicht wie bisher im Vorfeld der Veranstaltung, sondern erst am Ballabend durch die Besucher. Und diese wählten Kegelsportlerin Annedore Ludwig (74), PSV Telekom Oschatz, zur Sportlerin des Jahres. In ihrer bisherigen Laufbahn konnte sie Erfolge wie einen vierten Platz bei der Sachsenmeisterschaft und mehrere Kreis- und Bezirksliga-Titel verzeichnen.

Den Preis für den Sportler des Jahres 2017 sicherte sich Olaf Hiemann vom Oschatzer Tennisverein. Der 57-jährige setzte sich gegen René Kolenda durch und bezeichnet sich selbst noch als „Küken im Verein“, da er erst seit vier Jahren dabei ist und sich um viele Dinge im Hintergrund kümmere. Zum Schläger greife er trotzdem regelmäßig.

Alle Preisträger erhielten Pokale, Gutscheine und obendrein eine Torte. Quelle: Dominik Ferl

Zu Beginn der Veranstaltung wurde die Mannschaft des Jahres geehrt. Die Tanzgruppe des Sächsischen Fechtvereins Oschatz versammelte mehr Stimmen hinter sich als die Konkurrenz des OTV und der Fußballerinnen des FSV Luppa. Über den Erfolg zeigte sich die ganze Gruppe glücklich:„Wir bieten der Stadt Oschatz ein Forum, in dem Kinder aktiv sein können und repräsentieren die Stadt mit Auftritten in Oschatz, aber auch sachsenweit bei Freundschafts-Tanzturnieren.“

Schließlich vergab Oberbürgermeister Andreas Kretschmar den Sonderpreis. Seine Wahl fiel auf Klaus Zimpel (69). Er war bis 2015 Präsident der Privilegierten Scheibenschützengesellschaft zu Oschatz und wurde für sein jahrzehntelanges Engagement im Verein geehrt. Noch immer trainiert Zimpel junge Sportler – mit Erfolg. In diesem Jahr brachten seine „Schützlinge“ zwei Goldmedaillen von der deutschen Meisterschaft mit nach Hause. Seit 45 Jahren ist Klaus Zimpel Trainer, aktiv bleibt er aber weiterhin. Bei der deutschen Meisterschaft im vergangenen Jahr reichte es für ihn immerhin zu Platz neun.

Nach den Ehrungen wurde noch ordentlich getanzt und gefeiert. Mit-Organisator Michael Camen ließ anklingen, dass man versuchen werde, den Oschatzer Sportlerball auch im nächsten Jahr in dieser Form fortzusetzen: „Natürlich muss man noch Dinge verbessern, aber die positiven Aspekte nehmen wir auf jeden Fall mit.“

Von Dominik Ferl