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Oschatz Oschatz sagt lauter Bundesstraße den Kampf an
Region Oschatz Oschatz sagt lauter Bundesstraße den Kampf an
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16:11 07.01.2019
Die Bundesstraße 6 in Oschatz zwischen den Abzweigen Theodor-Körner-Straße und Steinweg ist besonders laut, wenn Brummis sich begegnen. Quelle: Foto: Christian Kunze
Oschatz

Aller guten Dinge sind drei: Die dritte Stufe des sogenannten Lärmaktionsplans für die Stadt Oschatz spielte unlängst im Stadtrat einer Rolle. Ingenieur Markus Zahn vom Büro Spiekermann in Dresden war erneut zu Gast und erläuterte Räten und der interessierten Öffentlichkeit Details zu nächsten Stufe der sogenannten Lärmkartierung für das Gebiet der Stadt Oschatz. Im Fokus der Betrachtung steht dabei vor allem die Bundesstraße 6 mit ihren Nebenstraßen, die mitten durch Oschatz führt. Anwohner sind hier definitiv Belastungen durch Fahrzeuglärm ausgesetzt, die oberhalb der zumutbaren Grenze von 55 Dezibel liegen, so Markus Zahn.

Die Kreuzung am Leipziger Platz Quelle: christian kunze

Entgegen früherer Betrachtungen ist die Bahnstrecke Leipzig/Dresden nicht mehr Gegenstand der Untersuchungen. Nachdem die Lärmaktionsplanung durch Verzögerungen bei der Deutschen Bahn ins Stocken geraten ist, stellt das Unternehmen für den Schienenverkehr nun eigene, unabhängige Betrachtungen an. Der Fokus liegt somit für Oschatz einzig und allein auf dem Straßenverkehr.

Plan ist nicht rechtsverbindlich

Handlungsgrundlage des Lärmaktionsplans sind die Umgebungslärmrichtlinie der Europäischen Union (EU) und die darauf hin veranlasste Lärmkartierung des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) sowie das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG). Die Ergebnisse der Lärmberechnungen und daraus resultierende Belastungen für die Anwohner sind Grundlage für Forderungen an den Straßenbaulastträger – im Falle der Bundesstraße 6 in Oschatz ist dies das Sächsische Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LaSuV). Ziel soll sein, Lärm zu vermeiden, zu vermindern, zu verlagern und zu regulieren. Möglich ist dies unter anderem mit Veränderungen in der Führung des Straßenverkehrs, der Organisation des Verkehrs und baulichen Veränderungen. Ob die zuständige Behörde anhand der vorliegenden Ergebnisse des Lärmaktionsplan allerdings auch tätig wird, darauf hat die Stadt Oschatz keinen Einfluss. „Wir können lediglich Hinweise geben und diese mit den von uns in Auftrag gegebenen Messungen untermauern. Der Plan ist nicht rechtsverbindlich“, so der Bauamtsleiter Michael Voigt.

Pflanzen als Schutz

Sowohl Uta Schmidt (Grüne) als auch Henry Korn (Freie Wähler) gingen auf die Veränderungen der Lärmbelastung durch Bepflanzungen entlang der Fahrbahn oder in unmittelbarer Umgebung ein. Mit dem Fällen von großen Bäumen, etwa im Bereich der Theodor-Körner-Straße, habe sich die Belastung für die dahinter wohnenden Bürger merklich erhöht. Beide regten an, diese einfache, aber wirkungsvolle Maßnahme zum Lärmschutz mit in den Plan aufzunehmen. Uta Schmidt kritisierte zudem das Fehlen einer Lärmschutzwand im Bereich der Kreuzung Leipziger Straße/Friedensstraße. Dort sei der Krach durch die anfahrenden Fahrzeuge im Kreuzungsbereich enorm – und werde mit Blick auf die zunehmenden Verkehrszahlen nicht weniger.

Bundesstraße 6, Kreuzung Theodor-Körner-Straße. Quelle: christian kunze

Die Fortschreibung des Lärmaktionsplans wurde von dem Mitgliedern des Stadtrates einstimmig abgesegnet. Betroffene Anwohner haben während der Auslegung nicht Einsicht genommen oder Stellungnahmen abgegeben, war von der Stadtverwaltung zu erfahren.

Von Christian Kunze

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