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Oschatz Oschatzer Andreas Görl nimmt in sechs Monaten 25 Kilogramm ab
Region Oschatz Oschatzer Andreas Görl nimmt in sechs Monaten 25 Kilogramm ab
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18:00 31.07.2019
Andreas Görl am Dienstag mit 102 Kilogramm in Oschatz an der Döllnitz. Quelle: Foto: Frank Hörügel
Oschatz

Badehose an – und Sprung ins kühle Wasserbecken: Für viele Menschen ist das trotz der Hitze in diesen Tagen eine Horrorvorstellung, weil der Bauch über die Badehose hängt und an den Hüften die Speckpolster hüpfen.

Oschatzer fühlt sich im Freibad wieder wohl

Erstmals seit Jahren hat Andreas Görl dieses Problem nicht mehr. Der Oschatzer Hobby-Fotograf hat in den vergangenen sechs Monaten 25 Kilogramm abgenommen – und wagt sich nun auch wieder ins Schwimmbad. „Im Freibad ist es jetzt schon angenehmer als früher mit der Wampe“, sagt der 41-Jährige. Gegenüber der OAZ verrät der Kfz-Servicetechniker, wie er das geschafft hat – und will so auch anderen Abnehmewilligen Mut machen.

Anfang des Jahres noch 127 Kilogramm schwer

Noch Anfang des Jahres brachte der 1,86 Meter große Vater von Erik (6) und Leonard (9) knapp 127 Kilogramm auf die Waage. „Ich habe mir immer gesagt, dass ich mich damit wohl fühle“, erinnert er sich. Auch seine Frau Ivonne hatte mit dem Gewicht ihres Mannes kein Problem, obwohl der beim Treppensteigen schon mal nach Luft schnappen musste.

Nach Hörsturz im Krankenhaus

Doch Ende Januar sollte sich das schlagartig ändern. Andreas Görl erlitt einen Hörsturz, für den Übergewicht eine Ursache sein kann – und musste ins Krankenhaus. „Nicht in Oschatz“, betont er. Im Krankenhaus wurde ihm mitgeteilt, dass seine Nierenwerte sieben Mal so hoch wie normal seien. An der Dialyse schien kein Weg vorbei zu führen. Schließlich stellte sich zwar heraus, dass die Blutprobe verwechselt worden war und Andreas Görl ganz normale Nierenwerte hatte. Doch bei dem Oschatzer hatte es inzwischen Klick gemacht: „Auf dem Nachhauseweg aus dem Krankenhaus habe ich mir gedacht: So kann es nicht weiter gehen.“

Radikale Ernährungsumstellung

Der 41-Jährige informierte sich umfassend und startete Anfang Februar in sein neues Leben mit einer radikalen Ernährungsumstellung und später auch mit Sport. „Ich habe den Anteil an Kohlenhydraten radikal reduziert: kein Zucker, keine hellen Brötchen, kaum Kartoffeln und Nudeln – dafür viel Geflügel und Rindfleisch, das ich selbst räuchere. Und ich trinke nichts Süßes mehr, sondern drei bis vier Liter Wasser am Tag.“

Zum Frühstück gibt’s ein Eiweißbrötchen

Mittels einer kostenlosen App (Yazio) zählte er die Kalorien seiner Speisen, um sein persönliches Limit von 2500 Kilokalorien pro Tag nicht zu überschreiten. „Das hat mir sehr geholfen.“ Zum Frühstück gibt’s ein Eiweißbrötchen – am liebsten mit Rinderschabefleisch – ,mittags eine ganz normale Mahlzeit und abends meist einen Salat.

Nachdem die ersten zehn Kilogramm gepurzelt waren, konsultierte der Familienvater seine Hausarzt. „Der hat gesagt: Solange ich keine Medikamente nehme, brauchen wir da nichts zu machen.“

Laufschuhe geschnürt

Doch als die Waage 14 Kilo weniger anzeigte, stagnierte Görls Gewicht. Der Oschatzer schnürte seine Laufschuhe und trabt nun drei bis vier Mal pro Woche eine 4,5 Kilometer große Runde. Jetzt ging es weiter bergab mit dem Gewicht. Auf Arbeit schnappte er sich einmal zwei Zehn-Liter-Kanister und stemmte sie in die Höhe. „Da habe ich mir gedacht: So viel Gewicht hast du verloren. Das war schon ein gutes Gefühl.“ In seinem Freundeskreis waren viele erstaunt, manche erkannten ihn auf den ersten Blick gar nicht wieder.

Geburtstagsgeschenk knapp verfehlt

Zu seinem 41. Geburtstag am 27. Juli wollte sich Andreas Görl ein ganz besonderes Geschenk machen – die 100-Kilo-Grenze knacken. Das hat nicht ganz geklappt. Die Waage zeigte knapp 102 Kilo an. Doch das ist für Andreas Görl kein Grund zum Ärgern, er will auf jeden Fall weiter machen. „So fünf bis zehn Kilo will ich noch runter kriegen – aber nicht auf Krampf. Mal ein Bierchen mit Freunden, das lass ich mir trotzdem nicht nehmen.“

Von frank Hörügel

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