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Oschatz Oschatzer Berufsschulzentrum öffnet Türen für Neugierige
Region Oschatz Oschatzer Berufsschulzentrum öffnet Türen für Neugierige
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06:03 12.03.2018
Physiklehrer Bernd Enigk demonstriert verschiedene Versuchsanordnungen im Physikkabinett des Beruflichen Schulzentrums in Oschatz. Quelle: Foto: Christian Kunze
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Oschatz

Maria König setzt auf Schokoriegel – so macht sie Besuchern den Unterricht im Profilfach Ernährungswissenschaft schmackhaft. Zum Tag der offenen Tür am Beruflichen Schulzentrum bot die Pädagogin Neugierigen neben den Informationen zur Ausbildung auch die süße Nascherei an – und konnte damit elegant zu Lehrplaninhalten überleiten.

Anders als vielleicht mancher vermutet, ist das Fachgebiet Ernährungswissenschaft sehr viel mehr als nur backen und kochen. „Natürlich verzichte ich nicht auf praktische Übungen – aber die theoretischen Grundlagen müssen stimmen“, so König. Und dazu gehöre nun auch einmal allerhand aus der Chemie, der Biologie und Mathematik, verdeutlichte sie. Ohne diese Kenntnisse sei auch hier kein guter Abschluss so ohne Weiteres möglich.

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Informationen zu Lehrmitteln

Interesse an dieser Möglichkeit zeigte Lili Hoffmann, die mit ihrem Vater gekommen war. „Mein Bruder hat hier schon sein Abitur vor zwei Jahren gemacht. Ich besuche im Moment noch das Thomas-Mann-Gymnasium. Ein Wechsel wäre eine Option“, so die Zehntklässlerin.

Die Bildungseinrichtung am Zeugamt öffnet, parallel mit der Außenstelle in der Berufschulstraße, ihre Türen. Dabei gab es Informationen zu sämtlichen Ausbildungswegen, den altbewährten ebenso wie den neuen Möglichkeiten. Premiere feierte zum Beispiel der Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau im E-Commerce, der ab August am BSZ angeboten wird.

Hintergründe erläuterte sowohl Oberstufenberaterin Petra Oertelt in einem Vortrag zu den Voraussetzungen und Bedingungen für das Erlangen des Abiturs als auch beispielsweise Mathematiklehrerin Katrin Seyffert. Sie beantwortete nicht unerhebliche Fragen zu Taschenrechnern und anderen Lehrmitteln.

Abitur gleichwertig zum allgemeinbildenden Gymnasium

Mit den Möglichkeiten des Beruflichen Schulzentrums stehen Absolventen viele Wege offen. So hält sich beispielsweise noch immer das Gerücht hartnäckig, die Hochschulreife, die Absolventen des Beruflichen Gymnasiums in den Fachrichtungen Wirtschafts- oder eben Ernährungswissenschaften erlange, sei nicht gleichwertig dem Abitur an anderen, allgemeinbildenden oder Fachgymnasien. „Das stimmt jedoch nicht“, sagt Fachlehrerin Kerstin Staffe, „mit unserem Abitur können junge Menschen jedes Studium aufnehmen, dass sie wollen.“ Im übrigen sei auch der Aufwand, der für das Bestehen der Klausuren und Prüfungen nötig ist, derselbe, verglich sie.

Zufrieden zeigte sich die stellvertretende Schulleiterin Marina Schwarzbach. „Wir hatten mehr Besucher als 2017 – und 13 Schülerinnen und Schüler haben heute eine Bewerbung abgegeben.“

Von Christian Kunze