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Oschatz Oschatzer Grundschulneubau: Weitere Beratungen folgen
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18:01 10.05.2019
Die neu zu bauende Grundschule ersetzt die Grundschule Collmblick in Oschatz Nord. Quelle: Sven Bartsch
Oschatz

Die Entscheidung für das Planungskonzept der neuen Grundschule mit Hort in Oschatz West ist nicht wie geplant gefallen. Am Donnerstag nahm Oberbürgermeister Andreas Kretschmar den Beschluss von der Tagesordnung des Stadtrates. Statt dessen fand eine weitere Beratung dazu statt. Gefordert hatten dies Vertreter aller Fraktionen. Grünen-Stadtrat David Pfennig übte zudem Kritik an der knappen Zeitschiene und unzureichenden Informationen zur jüngsten Sitzung des Hauptausschusses.

Auf Wunsch der Stadträte gab es vertiefende Informationen zu Details des Bauvorhabens. Vertreter der beauftragten Planungsbüros gingen auf einen im Vorfeld von den Ratsfraktionen eingereichten Fragenkatalog ein, ferner fühlten die Stadträte den Planern mit weiteren Fragen auf den Zahn. Hintergrund dürfte auch gewesen sein, dass die Kostenschätzungen für den Neubau von ursprünglich acht bis zehn Millionen Euro auf knapp 13 Millionen Euro nach oben korrigiert worden sind.

Kostenersparnis kaum möglich

Kosten einzusparen, da waren sich alle Planer einig, sei auch durch vertretbare Veränderungen in der Bauweise nicht möglich. Somit blieb den Stadträten nur die Möglichkeit, die vorgestellten Einzelheiten auf Herz und Nieren zu prüfen. „Es war nicht einfach, da durch zu steigen, und auch jetzt werde ich noch damit zu tun haben“, resümierte Thomas Schneider (Die Linke), der entscheidende Fakten zum Vorhaben bereits zum zweiten Mal hörte. „Es ist aber, vor allem für jemanden wie mich, der kein Baufachmann ist, wichtig, sich dieses Projekt gewissenhaft durch den Kopf gehen zu lassen, ehe man eine Entscheidung fällt. Heute gab es dazu die Gelegenheit“, resümierte er.

Der Schulanfang in den 1970ern an der ehemaligen Karl-Liebknecht -Oberschule Oschatz West Quelle: Günther Hunger

Mehr Fakten gab es unter anderem zu Raumaufteilung, Außengelände, Energieversorgung, Lüftungskonzept und Förderkriterien für den Bau. Zur Erinnerung: Der Ersatz für die nicht mehr den Ansprüchen genügenden Grundschulen Collmblick und Magister Hering muss komplett fremdfinanziert werden – durch Fördermittel und eine Kreditaufnahme. Gefördert wird aber nur, wenn bei der Planung Vorgaben berücksichtigt werden. Dazu zählt unter anderem, dass Klassenräume mindestens 70 Quadratmeter groß konzipiert werden. Diese „Grenze“ lag bis vor kurzem noch bei 55 Quadratmetern. Sind die Räume kleiner geplant, fließt unter Umständen kein Geld oder muss später zurückgezahlt werden – eine Erfahrung, die die Stadtverwaltung erst unlängst bei der Erschließung eines Solarfeldes im Fliegerhorst machen musste.

Berücksichtigt wurden von den Planern Wünsche der Kinder, Lehrkräfte und Erzieherinnen. Im Ergebnis fiel die Entscheidung für ein dreistöckiges Gebäude in kompakter Bauweise. Hätte man sich für ein eingeschossiges Bauwerk entschieden, wäre beispielsweise auf dem vorhandenen Areal kein Platz für einen Hof oder weitere Außenanlagen gewesen, argumentierten die Planer.

Weitere Beratungen zu Planung

Oberbürgermeister Andreas Kretschmar erklärte auf OAZ-Nachfrage, dass nun noch längst nicht das letzte Wort zum Neubau gesprochen sei. „Mein Ziel ist es, das Planungskonzept und den Fördermittelantrag noch mit dem vor fünf Jahren gewählten Stadtrat umzusetzen“. Dazu sei es nötig, weiter zu beraten, ehe die Entscheidung fällt. Kretschmar kündigte an, bevorstehende Sitzungen des Hauptausschusses am 23. Mai und des Jugendstadtrates am 4. Juni mit dem gesamten Stadtrat durchzuführen. „Am 27. Juni findet dann noch eine Sitzung des bisherigen Stadtrates statt, zu dem auch die neu gewählten Abgeordneten eingeladen werden, um sich ein Bild vom Projekt zu machen“, skizziert er den Zeitplan. Die erste Zusammenkunft des neu gewählten Stadtrates soll am 4. Juli stattfinden.

Von Christian Kunze

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