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Oschatz Oschatzer Gymnasium und Abwasserverband verlängern Kooperation
Region Oschatz Oschatzer Gymnasium und Abwasserverband verlängern Kooperation
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17:54 12.07.2019
Bei der Vertragsunterzeichnung der Kooperation zwischen Gymnasium und Abwasserverband blieb es nicht bei trockener Theorie – es gab auch Flüssiges. Quelle: Foto: Christian Kunze
Oschatz

Während der Sommerferien fließt viel Wasser die Döllnitz entlang. Welche Veränderungen sich während der schulfreien Zeit und später in dem Flüsschen ergeben, das finden Neuntklässler ab dem kommenden Schuljahr heraus. Das Thomas-Mann-Gymnasium und der Abwasserverband „Untere Döllnitz“ besiegelten im ausklingenden Schuljahr die Fortsetzung einer seit Anfang der 1990er Jahre bestehenden Kooperation.

Die Initiative hat bisher mehrere kleine Veränderungen erfahren, bleibt aber im Fluss und vereint mehrere Dinge miteinander: Die Schülerinnen und Schüler sammeln mit Hilfe der Fachleute des Abwasserverbandes Praxiserfahrungen in den naturwissenschaftlichen Fächern, der Verband seinerseits findet in der Schülerschaft potenzielle neue Fachkräfte für die Bewältigung seiner Aufgaben. Mathematik, Biologie, Chemie und Physik hören nicht auf, wenn man den Hefter, das Lehrbuch oder die Tafel zuschlägt – das wird hier eindrucksvoll dargelegt.

Kontinuierliche Untersuchung

Die Grundlagen haben Linda Löbnitz, Lilith Krämer, Michelle Reiche, Antonia Heinze und Lisa Lange bereits von Mitte März bis Ende Juni gelegt. Sie untersuchten einen zwölf Kilometer langen Abschnitt der Döllnitz zwischen Schmorkau und Leubenexakt die Strecke, der sich die Studentin Wiebke Jentzsch zuvor innerhalb ihres Praktikums widmete. Wasser- und Sedimentproben untersuchten sie unter anderem auf den Nitrat-, Ammonium- und Phosphorgehalt, weitere Parameter waren der pH-Wert, elektrische Leitfähigkeit und das Vorkommen von Bakterien und anderen Organismen.

Für Abwasserverbandsgeschäftsführer Frank-Peter Streubel eröffnet das Projekt die Fortführung der bisher nur einmalig durchgeführten Arbeit Wiebke Jentzschs. „Wir haben nun die Möglichkeit, einen überschaubaren Abschnitt der Döllnitz vertiefend unter die Lupe zu nehmen. Wer leitet ein, welche Belastungen oder Unregelmäßigkeiten gibt es in dem Gewässer und worin liegen sie begründet – und das nicht nur als Momentaufnahme, sondern über einen längeren Zeitraum“, sagt er.

Kooperationsvereinbarung Thomas-Mann-Gymnasium und Abwasserverband Untere Döllnitz Quelle: Christian Kunze

Hinzu kommt für den Abwasserverband noch eine Möglichkeit, den Zustand der von ihm betreuten Gewässer im Blick zu behalten. Geschäftsführer Frank-Peter Streubel holte dazu bei der Vertragsunterzeichnung ziemlich weit aus – und brachte es dennoch auf den Punkt. „Die Untersuchungen, die die Schüler gemeinsam mit unserer Gewässerschutzbeauftragten Martina Harnapp durchführen, helfen uns dabei, die Bestimmungen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie umzusetzen. Hier ist trockene Bürokratie ausnahmsweise einmal flüssig“.

Am meisten begeisterte die Schülerinnen die Möglichkeit, sich in den Labors des Verbandes mit den Ergebnissen ihrer Arbeit zu beschäftigen, zu reflektieren und zu hinterfragen. „Hin und wieder gab es große Abweichungen von den regulären Messwerten. Als Erklärung dafür kann starker Niederschlag oder ein Gewitter gelten, oder aber auch ein Messfehler unsererseits ist da nicht auszuschließen. Um es zu erfahren, ist die genaue Analyse notwendig“, sagt die Mügelnerin Linda Löbnitz.

Projekt bietet Berufsorientierung

Das theoretisch erworbene Wissen wird in dem speziellen Kurs auf die Probe gestellt. Dafür legte Fachlehrer Hans-Jürgen Fux einst die Grundlagen, inzwischen war unter anderem Irmgard Heller seitens des Gymnasiums verantwortlich. Unter ihrer Regie untersuchten Schüler nicht nur die Döllnitz, sondern auch die Flüsse Dahle und Luppa. Nun geht dieses Aufgabe an Babett Köller über. Für die Pädagogin stehen neben praktischen, fächerübergreifenden Arbeiten die Berufsorientierung und Kennenlernen der Anlagen, Technik und Arbeitsweise des Abwasserverbandes im Fokus. „Wir haben die Experten vor der Haustür, das sollten wir nutzen“.

Von Christian Kunze

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