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Oschatz Oschatzer Jugendstadtrat sucht engagierten Nachwuchs
Region Oschatz Oschatzer Jugendstadtrat sucht engagierten Nachwuchs
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10:45 07.03.2018
Der Oschatzer Jugendstadtrat im vergangenen Sommer bei einem Rundgang in der Kita „Zschöllauer Zwergenberg“ mit Leiterin Andrea Schedler (vorn links). Quelle: Foto: Christian Kunze
Oschatz

Alle zwei Jahre wählen junge Oschatzer eine Interessenvertretung auf kommunaler Ebene. Seit dem Jahr 2000 gibt es einen Jugendstadtrat. Für die neue Periode sucht die Stadtverwaltung interessierte und engagierte Jungen und Mädchen oder junge Erwachsene als Kandidaten. Von der aktuellen Besetzung stellt sich bisher nur Emily Griehl definitiv zur Wiederwahl.

Als beschließendes Gremium entspricht der Jugendstadtrat einem Ausschuss, seine Entscheidungen kann lediglich der Stadtrat kippen. Neben fünf gewählten Jugendräten zwischen 14 und 21 Jahren gehören sechs abgeordnete Erwachsenen-Stadträte und der Oberbürgermeister dem Gremium an. Wer sich aufstellen lassen möchte, muss seit mindestens drei Monaten im Oschatz oder einem Ortsteil wohnen.

Rat tagt an wechselnden Orten

In den zurückliegenden 18 Jahren ist es Tradition geworden, dass der Rat an wechselnden Orten tagt, die für junge Menschen von zentraler Bedeutung sind. Oft wird dabei auf Wünsche der gewählten Jugendlichen eingegangen. Mitglieder können also nicht nur mitentscheiden, sie bekommen auch Einblick in die praktische Arbeit. Neben dem Sitzungsgeld gibt es eine Bescheinigung über das Engagement, die sich in Bewerbungen gut macht.

In den zurückliegenden Jahren hat der Jugendstadtrat unter anderem an der Namensgebung der Grundschule zum Bücherwurm und der benachbarten Robert-Härtwig-Schule mitgewirkt, das Jugendportal im Internet mitentwickelt, ein Spielplatzkonzept erarbeitet, den Hortneubau Grashüpfer begleitet, sich ein Logo verpasst und den Jugendfonds ins Leben gerufen. Letzterer ist eine Möglichkeit, Initiativen für die jugendliche Zielgruppe in der Stadt zu fördern. Die erste Entscheidung dafür fiel 2018 zugunsten des Kinderfaschings des Oschatzer Fechtvereins im Müntzer-Haus.

Bewerberfrist ist der 1. März

Bewerben können sich Interessierte mittel eines Vordruckes. Den gibt es in den Oschatzer Schulen sowie im Bürgerbüro der Stadtverwaltung. An diesen Orten sowie im E-Werk ist voraussichtlich auch die Abstimmung über die Kandidaten möglich. Bewerberfrist ist der 1. März, abgestimmt werden kann vom 12. bis 25. März und zwar ausschließlich online – ganz der Zielgruppe verpflichtet. Auf dem Jugendportal www.oschatz.info ist das mittels eines QR-Codes für Smartphone-Nutzer oder eines persönlichen Sicherheitscodes, der vor der Abstimmung am PC eingegeben werden muss, möglich. Natürlich kann jeder auch am heimischen Computer seine Stimme abgeben. Wahlbenachrichtigungen werden zuvor außerdem verschickt. Mit der Modernisierung des Wahlprozederes konnte die Wahlbeteiligung von anfangs weniger als zehn Prozent auf 17 Prozent gesteigert werden.

Damit dieser Wert noch besser wird, rühren die Jugendstadträte gemeinsam mit Jugendarbeiter René Werner die Werbetrommel – durch Infoveranstaltungen im Schülerrat. Noch besser ist, wenn die jungen Abgeordneten selbst von ihren Erfahrungen berichten und so potenzielle Nachfolger neugierig machen.

Durch Tätigkeit im Rat Horizont erweitert

Emily Griehl (19) aus Mannschatz ist trotz ihrer Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin in Grimma der Stadt Oschatz treu geblieben. Die Jungrätin hat durch die Tätigkeit im Rat ihren Horizont erweitert. „Man lernt andere Menschen, vor allem Jugendliche, und deren Probleme besser kennen. Man erfährt, welche komplexen Entscheidungen die Arbeit der Stadtverwaltung mit sich bringt. Und man kann dabei helfen, die Jugendarbeit in Oschatz zu verbessern und allgemein das Image der Jugend aufzupolieren. Und die ist besser als ihr Ruf“, sagt sie.

Nächste Sitzung des Jugendstadtrates: Dienstag, 27. Februar, 18.30 Uhr, Hortneubau Grashüpfer, Vorwerksgasse

Von christian Kunze

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