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Oschatz „Oschatzer Land“: Planungsstart für interkommunale Zusammenarbeit
Region Oschatz „Oschatzer Land“: Planungsstart für interkommunale Zusammenarbeit
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06:57 23.02.2019
Sonnenaufgang über der Collm-Region. Mit der Kooperation der Städte und Gemeinden des Altkreises Oschatz wird ein neues Kapitel in der interkommunalen Zusammenarbeit aufgeschlagen. Quelle: Foto: Andreas Görl
Oschatz

Das Kooperationsprojekt „Oschatzer Land – Collmregion“ nimmt Gestalt an. Im vergangenen Jahr hatten sich alle Städte und Gemeinden aus dem Altkreis Oschatz einstimmig dafür ausgesprochen, diese Kooperation einzugehen. Dazu hatte jede Volksvertretung dem Vorhaben zugestimmt.

Nach dieser Willensbekundung bekommt das Projekt eine neue Dimension. Der Hauptausschuss des Oschatzer Stadtrates vergab bei seiner Sitzung den Auftrag für die Erarbeitung eines Konzepts. Darin sollen der Spielraum sowie die äußeren Bedingungen für die interkommunale Zusammenarbeit ausgelotet werden. Fünf Planungsbüros wurden aufgefordert, ein Angebot abzugeben. Drei Unternehmen hatten dann letztlich davon Gebrauch gemacht.

Eine Viertel Million Euro für die Planung

Die Sichtung der Angebote erfolgt innerhalb einer Lenkungsgruppe, die aus den Bürgermeistern der Partnerkommunen besteht. „Die Bürgermeister der Lenkungsgruppe schlagen vor, den Auftrag für die Konzepterarbeitung dem Büro DSK Deutsche Städte- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft zu geben“, hieß es in der entsprechenden Beschlussvorlage. Die Angebotssumme beläuft sich auf 224 910 Euro. „Ausschlaggebend für den Zuschlag war unter anderem, dass es sich bei der Summe um ein Pauschalhonorar handelt. Es also keine ungeplanten Mehrkosten gibt“, sagte der Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar. Die Stadt Oschatz ist als federführende Kommune mit der Beauftragung betraut. Um den Auftrag hatte sich auch das Oschatzer Unternehmen Maikirschen und Marketing beworben. Die Firma war in Zusammenarbeit mit dem Kemmlitzer Planungsnetzwerk PlaNet am Vergabeverfahren beteiligt, wurde aber nicht berücksichtigt.

Große Synergie-Effekte erwartet

Die Städte und Gemeinden des Oschatzer Landes werden jedoch nur einen Bruchteil der Planungskosten selbst übernehmen. Das Projekt wird vom Bund und Land im Programm „Kleinere Städte und Gemeinden überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ zu zwei Drittel gefördert. Das restliche Drittel Eigenanteil wird auf der Grundlage des Finanzierungsvertrages zum Kooperationskonzept anteilig von den Partnergemeinden getragen. Die Planungsphase wird etwas zwei Jahre dauern.

Das Programm soll Gemeinden mit weniger als 17 500 Einwohnern dabei unterstützen, „ihre städtebauliche Infrastruktur der Daseinsvorsorge gemeinsam mit anderen Kommunen bedarfsgerecht anzupassen“. Die interkommunale Zusammenarbeit soll Synergieeffekte erzeugen. Die Gemeinden können gemeinsam eine Förderung für Investitionsprojekte beantragen, die ihrer Infrastruktur dienen. „Ich denke da zum Beispiel an die Döllnitzbahn, Rad- und Wanderwege, touristische Angebote, Schulen und Kitas oder bestimmte Maschinen“, sagt der Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar schon im vergangenen Jahr bei einer Beratung. Beispiel Kehrmaschine: Die werde nur einige Male pro Jahr gebraucht, könne deshalb von mehreren Gemeinden genutzt werden und somit über das neue Förderprogramm finanziert werden.

Von Hagen Rösner

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