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Oschatz Oschatzer Museum eröffnet Schau zur Stasi
Region Oschatz Oschatzer Museum eröffnet Schau zur Stasi
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09:42 08.07.2019
Museumsleiterin Dana Bach (l.) führt Besucher zur Eröffnung durch die neue Sonderausstellung rund um das Ministerium für Staatssicherheit in Oschatz. Quelle: Christian Kunze
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Oschatz

Dana Bach hat viel zu erzählen – eine Stunde lang berichtete sie zur Eröffnung der Ausstellung „Geheime Einblicke – die Stasi in Oschatz“ über das Wirken des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in der DDR. Entstanden aus der Idee, eine Schau über die Friedliche Revolution zu gestalten, richtet sich nun der Fokus auf den Inlandsgeheimdienst des Überwachungsstaates in der Region.

95 konspirative Wohnungen in Oschatz

So erfährt der Besucher unter anderem, dass es 95 konspirative Wohnungen in der Stadt gab und der VEB Glasseide zu den am besten überwachtesten Betrieben gehörte . Allein 47 inoffizielle Mitarbeiter (IM) waren dort tätig. Dieter Lebe aus Schönnewitz, zu DDR-Zeiten Berufssoldat, geht heute offen mit seinem Interesse an dem Thema um. „Früher wohnten wir am Schießplatz in Lampersdorf. Die Firma (Anmerkung der Redaktion: gemeint ist das MfS) mietete unsere Wohnung mehrmals an und war sehr gründlich, ließ keine Spuren zurück.“, sagt er.

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Wissen für folgende Generationen

Warum es 30 Jahre nach der Wende eine solche Schau gibt, begründet Dana Bach mit dem Erinnern und der notwendigen Aufarbeitung des jungen Kapitels. „Folgende Generationen sollten darüber Bescheid wissen“.

Von Christian Kunze

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