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Oschatz Oschatzer Musikherbst mit „Aufgeweckte Gartenklänge“ eröffnet
Region Oschatz Oschatzer Musikherbst mit „Aufgeweckte Gartenklänge“ eröffnet
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15:44 16.09.2019
„Komm, wir blasen auf der Gießkanne“, hieß es Sonntag im „O“. Quelle: Christian Kunze
Oschatz

Man nehme zwei Brüder mit Faible für Musik und der Bereitschaft, über sich selbst lachen zu können und allerhand Gartenwerkzeug – fertig ist das Familienkonzert der etwas anderen Art. Der Auftakt des diesjährigen Oschatzer Musikherbstes mit Conrad und Claudius Wecke war alles andere als dröge, langweilige Kultur.

Sense schärfen mit Deep Purple

Begannen die beiden seriös im Frack mit zwei Trompeten und der Ouvertüre zu Händels „Wassermusik“, wurde der Nachmittag im „O“ auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände mit fortwährender Dauer kreativer und komischer. Zu den Instrumenten, die binnen zwei Stunden zum Einsatz kamen zählten unter anderem ein halbes Dutzend Gartenschlauchtrompeten, ein Schlagzeug aus Spaten, Blecheimern und Pflanzkübel sowie Gießkannen und eine Sense. Auf letzterer dengelte das Duo zu Deep Purples „Smoke on the Water“ – und sicherte sich damit den Applaus und jede Menge Lacher aus dem Publikum.

Wassermusik mal wörtlich genommen. Quelle: Christian Kunze

Bei so viel Einsatz für Musik mit handelsüblichen Gerätschaften, die fast jeder daheim haben sollte, kam selbst die Schirmherrin des Musikherbstes ins Schwärmen. Annett Hofmann, Lebensgefährtin des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer, war angesichts der „verrückten“ Instrumente für unkonventionelle Herangehensweisen, um Kindern spielerisch Musik nahe zu bringen. „Das ist um so wichtiger angesichts des Erstarkens politischer Kräfte, die gewisse Art von Kultur, die ihnen nicht passt, abschaffen wollen“, stellte sie klar.

Mitmachen dank Schlüsselbund

Dem überschaubaren Publikum in Oschatz gefiel die Darbietung. Nachdem die beiden Brüder sogar den Stauden des japanischen Knöterichs (in Ermangelung eines Horns) Töne entlockt hatten, griffen die Gäste im Finale beherzt zu Programmkarten und Schlüsselbunden. Das Mitmusizieren mit diesen und anderen Gegenständen bewies eindrucksvoll: Die Lust am Spiel mit nicht alltäglichen Instrumenten ist sogar ansteckend.

Von Christian Kunze

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