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Oschatz Oschatzer Neuling bei Freien Wählern setzt auf bessere Kommunikation
Region Oschatz Oschatzer Neuling bei Freien Wählern setzt auf bessere Kommunikation
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16:57 14.05.2019
Ingeburg Fahl, Mirko Theodor, Thomas Schupke, Oliver Walther, Franziska Kunze (hinten von links) und Henry Korn, Katrin Hanel, Lars Zimmermann und Norbert Gruhle (vorn von links) kandieren für die Freien Wähler. Quelle: Christian Kunze
Oschatz

Man kann nur etwas verändern, indem man sich selbst einbringt. Diesem Credo verpflichtet, ließ sich Lars Zimmermann dieses Jahr erstmals für eine Stadtratskandidatur aufstellen. Der junge Oschatzer (Jahrgang 1987) wohnt seit einigen Jahren in der Stadt, ist ihrem Charme verfallen, weiß aber, dass es Dinge gibt, die sich zum besseren wenden können. Deshalb sei es wichtig, nicht nur zu meckern, sondern selbst zu gestalten.

Eines der wesentlichen Probleme in der Stadt, die fehlende junge Generation, hat er als Vorstand eines Vereins, dem Oschatzer Carneval Club, selbst erfahren müssen. „Natürlich gibt es gute Zuganbindungen in die Großstadt, aber das allein genügt nicht, um die Jugend hier zu halten“, so Zimmermann. Er selbst ist wenige Kilometer entfernt, im Riesaer Hafen, beruflich tätig.

Kummerkasten ist gefragt

Um Ideen, Probleme, Bedürfnisse, Sorgen und Anregungen der Bürger parteiunabhängig in den Stadtrat einzubringen, hat er sich für eine Kandidatur bei den Freien Wählern in Oschatz entschieden. „Sie sind das Sprachrohr des Bürgers, bringen das, was an sie herangetragen wird, in den Stadtrat ein und informieren andersherum auch über das, was im Stadtrat und der Verwaltung für die Bürger entschieden wird. Kleinere Anliegen der Einwohner werden, meist im Vorfeld der Wahl, aber auch während der übrigen Zeit, im „Kummer-Briefkasten“ am Neumarkt 11 eingeworfen. In der vergangenen Legislatur habe man damit gute Erfahrungen gemacht, so die Mitinitiatorin Katrin Hanel.

Das A und O zwischen Bürger und Verwaltung, so Lars Zimmermann, sei vernünftige Kommunikation. Nur so könne man ein Gespür dafür entwickeln, „was sich der Oschatzer wünscht“. Dahingehend, so Zimmermann, sollte Oschatz mit seiner Verwaltung noch stärker die modernen Informationskanäle des Internets nutzen. „Die klassischen Wege wie Radio, Tageszeitung, TV und Informationsveranstaltungen werden zwar genutzt, aber längst nicht von allen Interessierten wahrgenommen“, ist Lars Zimmermann überzeugt.

Selten volle Besucherreihen

Interesse an kommunaler Arbeit bestehe für den einzelnen immer nur dann, wenn er selbst betroffen ist. „Andernfalls lese ich zwar, was im Stadtrat besprochen werden soll, ob ich deshalb jedoch die Sitzungen besuche, ist nicht gesagt“. Volle Besucherreihen gebe es meist, wenn eine größere Gruppe betroffen oder unzufrieden mit etwas sei – wie zuletzt beim Wohngebiet Merkwitzer Straße oder den Kindergarten-Beiträgen.

Von Christian Kunze

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