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Oschatz Oschatzer Oberschule Robert Härtwig lockt zum Tag der offenen Tür
Region Oschatz Oschatzer Oberschule Robert Härtwig lockt zum Tag der offenen Tür
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15:17 14.03.2018
Paulina Riedrich künftige Schülerin, Kenneth John ehemaliger Schüler, Heike John Mutter Quelle: christian kunze
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Oschatz

Volles Haus in der Bahnhofstraße: Zum Auftakt des Tages der offenen Tür an der Oberschule Robert Härtwig war die Aula beim Eröffnungsprogramm übervoll. Alle 230 Plätze belegt, einige mussten stehen. „Wir sind überwältigt, freuen uns über diese starke Resonanz, das zeigt, dass wir gefragt sind“, sagt Lehrerin Kornet Frohberg.

Nach Musik der Schulband und Rezitationen der Gewinner des Literaturwettbewerbs ging es für die künftigen Fünftklässler in den Schnupperunterricht, Eltern erkundeten das Schulhaus auf eigene Faust – schauten zum Beispiel in den Fachkabinetten, dem Schülercafé oder beim Stand des Fördervereins vorbei, wo die neue Vorsitzende Anja Schumann für die Arbeit der Akteure warb.

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Eltern nehmen Härtwigschule unter die Lupe

Mario und Manuela Roßberg aus Dahlen werden ihre Tochter Hanna bei Härtwigs lernen lassen. „Wir sind beide hier zur Schule gegangen, als es noch Pestalozzi-Gymnasium war, wir kennen die Räume und die Bedingungen – und die haben sich sogar noch verbessert. Hanna hat zwar auch das Zeug für das Gymnasium, aber dorthin kann sie ja später immer noch wechseln“, so der Vater. Die günstige Busverbindung und dass beide Großeltern Hannas nur wenige Kilometer entfernt wohnen, begünstigt die Entscheidung, so das Paar. Alternative wäre für die Heidestädter die Oberschule in Falkenhain, die verstärkt im Kinder aus diesem Bereich der Collm-Region wirbt.

Ähnlich verhält es sich bei Sandra und Jörg Hildebrand. Ihre Tochter Saphira kennt das Gebäude bereits von den Veranstaltungen der benachbarten Bücherwurm-Grundschule, so die Mutter.

Der ein oder andere Besucher stellte am Sonnabend Fragen zum bevorstehenden Einbau eines Aufzugs im Schulgebäude. Schulleiterin Kerstin Wasiak erklärte, dass der Fahrstuhl voraussichtlich zu Beginn des neuen Schuljahres in Betrieb geht. „Die lärmintensivsten Arbeiten finden natürlich während der Ferien statt, im Februar geht es los“, kündigt sie an. Der Schritt zum barrierefreien Lernen ist nur ein Teil der Investitionen. Nachdem die Fassade strahlt, geht es im Außenbereich weiter. Eingangstreppen und Hof, sowie die Schleusen sind reparaturbedürftig. Und ist das geschafft, wird innen wieder Hand angelegt, sollen einige Zimmer neu gestrichen und Fußböden neu verlegt werden, kündigt sie an.

Einradgruppe präsentiert ihr Können

Neben zahlreichen ehemaligen Schülern waren am offenen Vormittag auch zwei Lehrer mit von der Partie, die dem Berufsleben offiziell schon Lebewohl gesagt haben. Der Härtwigschule bleiben sie als Ganztagsangebotsbetreuer erhalten. Kerstin Kittel trainiert nach wie vor die Einradgruppe. Die Mitglieder präsentierten in der Turnhalle ihr Können und zeigten dabei zugleich die neu erworbenen markanten gelb-schwarzen T-Shirts.

Zweite Kollegin mit Sehnsucht ist Renate Scheibe. Sie hat sich vorgenommen, gemeinsam mit Schülern und engagierten Eltern die Schulbibliothek auf Vordermann zu bringen. „Dafür habe ich schon im aktiven Dienst Zeit aufgebracht, aber natürlich immer nur nebenher. Jetzt kann ich mich darauf konzentrieren“, sagt sie. Bücherspenden nimmt sie gern an, im Gegenzug wird allzu altes aussortiert. Die Resonanz von Seiten der Eltern hat sie so stark nicht erwartet. „Wenn alle, die mir versprochen haben, Bücher abzugeben, das auch tun, dann muss ich hier anbauen“, sagt sie mit Blick auf bereits gut gefüllten Regale der Ausleihe.

Von Christian Kunze