Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Oschatzer Ortswehren leiden unter hohem Altersdurchschnitt
Region Oschatz Oschatzer Ortswehren leiden unter hohem Altersdurchschnitt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:00 06.02.2019
Beim Großbrand der Mülldeponie Rechau am 21. Juni 2018 kämpften die Wehren Oschatz, Leuben und Limbach das letzte Mal gemeinsam als eigenständige Wehren gegen die Flammen. Quelle: Foto: FFW Mügeln/Felix Hönicke
Oschatz/Leuben/Limbach/Schmorkau

Nach dem Aus für die Freiwillige Feuerwehr Merkwitz im Jahr 2017 geht es weiteren Ortswehren im Stadtgebiet Oschatz an den Kragen. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Limbach rücken seit Jahresanfang nicht mehr zu Einsätzen aus, die Freiwillige Feuerwehr Leuben ist nun eine Außenstelle der Feuerwehr Oschatz – ebenfalls seit Jahresbeginn. Von den kleineren Ortswehren sind nur noch die Schmorkauer aktiv. Grund für diese Entwicklung: Immer mehr Kameraden sind einfach zu alt, um unter Vollschutz Brände zu löschen oder Unfallverletzte aus ihren Autos zu schneiden.

Zahl der Einsätze steigt

„Das ist nicht schön, wir können uns die Leute aber auch nicht backen“, kommentiert Lars Natzke die Entwicklung. Als Stadtwehrleiter ist der Oschatzer auch für die Ortswehren mit zuständig – und könnte eigentlich mehr personelle Unterstützung aus den Orten rund um Oschatz gebrauchen. Denn die Zahl der Einsätze steigt. Im vergangenen Jahr musste die Oschatzer Wehr zu 338 Bränden, Unwetterschäden und Hilfeleistungen ausrücken. Und es scheint so weiter zu gehen: Seit Jahresanfang gab es bereits über 30 Einsätze.

Limbacher Wehr: Durchschnittsalter knapp 57 Jahre

„Als Limbacher Wehrleiter bin ich mit 40 Jahren einer der Jüngsten. Da musste ich einfach die Reißleine ziehen“, sagt Danny Kaschel. Im vergangenen Jahr habe er deshalb die Grundsatzfrage gestellt: „Könnt ihr noch, wollt ihr noch?“ Die Mehrheit der Kameraden habe mit Nein geantwortet. Hauptgrund: „Die Arbeitsbelastung der Kameraden ist höher geworden und damit die Einsatzbereitschaft nach unten gegangen“, so Kaschel. Das Durchschnittsalter der sieben aktiven Kameraden liegt nach seinen Angaben bei knapp 57 Jahren. Vor einiger Zeit sei er noch mit einem Rundschreiben durchs Dorf gegangen, um für neue Feuerwehrmitglieder zu werben. Der Erfolg war überschaubar. „Nur zwei Interessenten sind daraufhin zu uns gekommen.“

Einsatzabteilung aufgelöst

Die Einsatzabteilung der Feuerwehr Limbach gibt es deshalb seit Jahresbeginn nicht mehr. Kaschel: „Ganz aufhören wollen wir aber nicht.“ Als sogenannte Traditions-Feuerwehr könnte gemeinsam mit dem Limbacher Heimatverein das Dorfleben in Schwung gebracht werden. Auch eine Zukunft als Wasserwehr wie in Merkwitz seit denkbar. Sorgen müssten sich die Limbacher nicht, dass sie bei Bränden oder Unwettern künftig im Stich gelassen würden. Die vorgeschriebenen Ausrücke-Zeiten könne die Oschatzer Wehr garantieren. „Das kriegen die locker hin“, so Kaschel.

Leubener Wehr nicht mehr selbstständig

Über einen hohen Altersdurchschnitt klagt auch Holger Schimpke (45) als Wehrleiter von Leuben. Seit dem 1. Januar ist die Leubener Wehr nicht mehr selbstständig, sondern eine Außenstelle der Oschatzer Wehr. „Den geforderten Ausbildungsstand können wir nicht nachweisen“, nennt Schimpke ein Problem. Auch mit dem Einsatzwillen der Kameraden stehe es nicht zum Besten. Dennoch würden sich die sechs Aktiven aus Leuben weiterhin an Einsätzen beteiligen. „Unser Fahrzeug bleibt in Leuben, so dass wir von hier aus Einsätze fahren können“, so Schimpke.

In Schmorkau geht es aufwärts

Als eigenständige Ortswehr überlebt allein die Freiwillige Feuerwehr Schmorkau. „Dort geht es wieder aufwärts“, freut sich Stadtwehrleiter Lars Natzke. Der Vize-Feuerwehrchef von Schmorkau Jens Fischer sagte zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Oschatz im Januar, dass es in Schmorkau 15 Mitglieder und sieben Aktive gibt – Tendenz steigend. Im Vorjahr hätten zwar zwei Kameraden die Wehr verlassen, dafür seien aber fünf neue Mitglieder hinzu gekommen. Und noch eine Zahl macht Hoffnung für Schmorkau: Mit einem Durchschnittsalter von 37 Jahren sind hier die Feuerwehrmitglieder zwei Jahrzehnte jünger als in Limbach.

Von Frank Hörügel

Ein 20-jähriger Oschatzer wurde jetzt vor dem Jugendschöffengericht verurteilt. Er hatte im Sommer 2017 eine Schaufensterpuppe sowie eine Brunnenfigur gestohlen, ums sie für seine Obsessionen zu nutzen.

06.02.2019

Vor Pfingsten wird Mügelns Innenstadt wieder zur Galerie. Die Händler und Geschäfte stellen dafür ihre Schaufenster zur Verfügung. Neben geeigneten Fensterfronten werden Ausstellungswillige, die ihr Hobby oder auch ihren Verein vorstellen wollen.

06.02.2019

Beim ersten Mal gleich Sieger: Johanna Schurig und Martin Schmidt debütierten am Wochenende bei der Landesmeisterschaft lateinamerikanischer Tänze in Zwickau. Sozusagen aus dem Stan holten sie hier den Titel in ihrer Altersklasse.

05.02.2019