Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Neue Gestaltungsregeln für Wohngebiet Fliegerhorst
Region Oschatz Neue Gestaltungsregeln für Wohngebiet Fliegerhorst
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:36 26.04.2018
Firma Erdmann Bau Mügeln ist bereits mit den Erschließungsarbeiten für den Eigenheimstandort beauftragt. Quelle: Christian Kunze
Anzeige
Oschatz

Bei seiner vergangenen Sitzung hat der Oschatzer Stadtrat eine Änderung des Bebauungsplanes für das „Wohn- und Mischgebiet Fliegerhorst“ beschlossen. Mit diesem Beschluss soll vor allem die Arbeit des Hauptausschusses erleichtert werden. „In der Vergangenheit war es oft so, dass sich der Hauptausschuss mit Ausnahmeregelungen von Bebauungsplänen befassen musste. Die neuen Regelungen im Bebauungsplan geben den Häulebauern etwas mehr Freiheiten und entlasten so den Hauptausschuss“, sagt Oberbürgermeister Andreas Kretschmar zu den Beweggründen.

Die Fassung des Bebauungsplanes, die bisher galt, stammt aus dem Jahr 2002 und wird jetzt über ein vereinfachtes Verfahren aktualisiert. Dieses Verfahren ist jedoch nur anwendbar, wenn wie in diesem Fall die Grundzüge der Planung nicht beeinträchtigt werden.

Anzeige

Verändert wurden unter anderem die zulässigen Dachüberstände. Die dürfen an Traufe und Ortgang 80 Zentimeter nicht überschreiten. „Ich finde diese Regelung gut“, sagt Stadtrat und Dachdecker Henry Korn und fügt hinzu: „Damit haben die Bauherren eine größere Gestaltungsmöglichkeit bei ihrem Dach. Es wird auch keine bestimmte Dacheindeckung mehr vorgeschrieben.“ In der neuen Formulierung heißt es: „Als Dacheindeckung sind alle kleinformatigen Harteindeckungen zulässig.“

Mehr Gestaltungsspielraum wird auch bei der Umzäunung der Grundstücke zugestanden. Die Vorgabe „sockellose Holzlattenzäune“ wurde gestrichen. Stattdessen steht jetzt „gegliederte Zäune“ in den Vorgaben. Außerdem dürfen entsprechende den neuen Festsetzungen die Zäune bis zu 1,5 Meter hoch sein, vorher waren nur 1,2 Meter erlaubt.

Als Grundlage für die Veränderungen wurden durch die Stadtverwaltung die bisher eingereichten Befreiungsanträge herangezogen.

Von Hagen Rösner

Anzeige