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Oschatz Oschatzer Stadtwald hat neuen Jagdpächter
Region Oschatz Oschatzer Stadtwald hat neuen Jagdpächter
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17:03 25.04.2019
Der Oschatzer Jagdpächter Hans-Jürgen Horn. Quelle: Frank Hörügel
Oschatz

Groß, stämmig und Vollbart: Hans-Jürgen Horn entspricht der landläufigen Vorstellung von einem Jäger. Und genau diesen Mann werden die Oschatzer in ihrem Stadtwald jetzt öfter zu Gesicht bekommen. Nach dem tragischen Unfalltod von Jan Petersen im vergangenen Jahr hat die Stadt Oschatz den Eigenjagdbezirk „Stadtwald Oschatz“ neu ausgeschrieben. Und Hans-Jürgen Horn hat den Zuschlag für das 123 Hektar große Waldstück zwischen dem Stadtteil Fliegerhorst und der Grenze zur Gemarkung Lampersdorf bekommen. Zehn Jahre lang wird er für die Jagd in diesem Gebiet den Hut aufhaben.

Platz für eigene Ideen

„Ich wollte schon immer eine eigene Jagdpacht haben, wo ich selbst meine Ideen umsetzen kann und keinen fragen muss“, nennt der 59-jährige seine Motivation, sich für den Stadtwald Oschatz zu bewerben. Ein weiterer Grund: „Der Stadtwald ist gleich in der Nähe, da kann ich mit dem Fahrrad hinfahren.“ Für den verheirateten Familienvater mit zwei erwachsenen Kindern ist die Jagd ein Ausgleich für seinen Beruf als Hausmeister an der Robert-Härtwig-Oberschule. Sein Ziel: „Ich möchte ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Wald und Wild und die Artenvielfalt erhalten.“ So möchte er die Bäume vor Verbissschäden schützen und Nistkästen für die Singvögel anbringen, deren Zahl immer weiter abnimmt. Das liegt nicht zuletzt an der zunehmenden Waschbären-Population. Den Waschbären will Horn demnächst mit Fallen zu Leibe rücken.

Zahl der Wölfe sollte auf erträgliches Maß begrenzt werden

Und wie steht er zur zunehmenden Zahl von Wölfen? Ende Januar war eines der Raubtiere in eine Fotofalle im Oschatzer Kirchenwald bei Striesa getappt – ganz in der Nähe des Oschatzer Stadtwaldes. „Hier in dieser Kulturlandschaft gibt es nur Ärger, die Wölfe werden immer dreister.“ Er selbst habe bereits im Wermsdorfer Wald einen Wolf vor die Kamera bekommen und plädiert deshalb dafür, die Zahl der Wölfe auf ein erträgliches Maß zu begrenzen.

Jagderfahrungen im Ausland

Seitdem er 1992 seine Jagdprüfung abgelegt hat, ist Hans-Jürgen Horn dem Wild auf der Spur. Sein Bemühen um einen eigenen Jagdbezirk in seiner Heimat blieb aber bisher erfolglos. „Deshalb bin ich öfter zum Jagen nach Tschechien gefahren.“ Dort hatte er die aus Japan stammenden Sikahirsche im Visier. „Die Hirsche sind so groß wie Damwild und pechschwarz“, schwärmt der Oschatzer von diesem Wild. Auch in Afrika, Russland, Kanada und Österreich war er schon zur Jagd. Horn: „Das waren immer wieder spannende Erlebnisse.“

Wild in dieser Größenordnung bietet der Oschatzer Stadtwald nicht. Hier gibt es Rehe und Wildschweine. Wie viele, weiß er nicht genau, vertraut aber auf eine einfache Faustregel. „Wenn Spaziergänger Wild zu Gesicht bekommen, dann gibt es zuviel davon.“

Nebeneffekt der Jagd: Immer gesundes Fleisch

Wenn Hans-Jürgen Horn in seinem Jagdbezirk unterwegs ist, begleitet ihn seine knapp drei Jahre alte Jack-Russell-Hündin Anny, er hat ein Fernglas und ein Jagdgewehr dabei – für alle Fälle. „Ein schöner Nebeneffekt der Jagd ist, dass man immer sehr gesundes Fleisch hat“, sagt er. Ostern kam bei Familie Horn zum Beispiel Rehrücken als Festtagsbraten auf den Tisch.

Dass Jäger von einigen Tierliebhabern argwöhnisch beobachtet werden, weiß auch Hans-Jürgen Horn. Bei einer Jagdmesse habe er schon einmal Bekanntschaft mit Jagdgegnern machen müssen. Hier in seiner Heimat sei er aber wegen des Tötens von Wildtieren noch nicht persönlich angegriffen worden.

Der Oschatzer Stadtwald ist durch seine Nähe zum Wohngebiet Fliegerhorst kein Wald wie jeder andere. Hier sind Spaziergänger, Hundebesitzer und Jogger unterwegs. „Ich gehe einfach Früh in den Wald, da ist noch keiner da“, sagt Horn. Er hat erfreut festgestellt, dass die Waldbesucher recht diszipliniert sind. „Die Hundebesitzer haben ihre Tiere angeleint.“

Von Frank Hörügel

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