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Oschatz Oschatzer Tafel investiert in Personal, Brandschutz und Kleiderkammer
Region Oschatz Oschatzer Tafel investiert in Personal, Brandschutz und Kleiderkammer
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18:53 09.07.2019
Joachim Rolke, Cindy Frieddrich (M.) und Kerstin Schulz in der Kleiderkammer. Quelle: Christian Kunze
Oschatz

Neues Gesicht bei der Oschatzer Tafel: Kerstin Schulz verstärkt seit kurzem das Team der sozialen Einrichtung in der Lichtstraße. Laut des Tafel-Vereins-Vorsitzenden Joachim Rolke läutet diese Personalie eine Reihe von Veränderungen bei der Tafel ein, die sich um die Lebensmittelversorgung, Kleidung und Teile des Hausrates bedürftiger Menschen in der Stadt kümmert.

In den vergangenen Monaten ist die Zahl derjenigen, die auf die Tafel in Oschatz angewiesen sind, zurückgegangen. Die Zahl der Kunden sank nach Rolkes Angaben von 150 auf derzeit etwa 80 bis 90 Menschen. Etwa zehn Prozent des Klientels seien Geflüchtete. Der Rückgang sei vor allem darin begründet, dass die Zahl der nicht aus Deutschland stammenden Bedürftigen zurück gegangen sei.

Chance auf Führerschein

Kerstin Schulz unterstützt das Team in erster Linie bei der Abholung der Lebensmittel, da sie selbst keinen Führerschein besitzt, im Moment noch als Beifahrer. Über die vom Bund geförderte Maßnahme auf Grundlage des seit Jahresbeginn geltenden Teilhabechancengesetzes sei es ihr und anderen Arbeitnehmern allerdings möglich, die Fahrerlaubnis zu erwerben. Drei weitere Kräfte habe der Verein über diese Beschäftigungsmöglichkeit beantragt. Weiterhin gehören zum Team derzeit zwei Ein-Euro-Jobber und drei Absolventen des Bundesfreiwilligendienstes (Bufdis).

Die Zahl der Bufdis solle perspektivisch aufgestockt werden, kündigte der Vorsitzende an. Zur Unterstützung des ehrenamtlich arbeitenden Vorstandes und der übrigen im Moment etwa 20 ehrenamtlichen Helfer des Vereins wirkt außerdem Cindy Friedrich mit. Ohne deren Hilfe sei es zur Zeit nicht möglich, die Öffnungszeiten der Tafel vormittags und nachmittags abzudecken, da Rita Brückner nicht mehr für die Tafel tätig ist. Ab August könne man wieder auf die volle Personalstärke zurück greifen.

Kerstin Schulz (2.v.l.) und Cindy Friedrich (M.) mit weiteren Mitarbeitern und Kunden der Tafel. Quelle: Christian Kunze

Fokus auf Kleiderkammer

Vor gut einem Jahr sind die Räumlichkeiten in der Lichtstraße binnen acht Wochen drei Mal von Einbrechern heimgesucht wurden. Sie entwendeten Dinge und richteten dabei zudem nicht unerheblichen Sachschaden an. „Alles ist inzwischen wieder behoben, seitdem ist Gott sei Dank Ruhe. Wir haben in einbruchsichere Fenster investiert und haben parallel eine neue Versicherung abgeschlossen, um künftig gewappnet zu sein“. Ende Juli vergangenen Jahres hatten Einbrecher unter anderem auch die gerade neu installierte Videotechnik zur Überwachung des Areals und der Räume mitgehen lassen – die Täter müssen sich also vor Ort ausgekannt haben.

Weitere Investitionen tätigte der Tafelverein unlängst in den Brandschutz und die Lagerräumlichkeiten im Objekt. Eine neue Feuertreppe sowie die Sanierung der Kleiderkammer waren notwendig, bei letzterer verzeichnen die Mitarbeiter einen gestiegenen Bedarf. „Während wir das Möbellager künftig eher zurückfahren wollen, gilt es, die Kleiderkammer sogar zu erweitern“, blickt Joachim Rolke voraus. Abgerundet werden die Investitionen durch die – allerdings geförderte – Anschaffung eines neuen Fahrzeugs.

Contra Containern

Die Entscheidung, das Entwenden von Lebensmitteln aus dem Müll („Containern“) weiter unter Strafe zu stellen, begrüßt Rolke. Denn immerhin sei es die Ware aus den Discountern, die bei den Tafeln ankäme, bevor etwas weggeschmissen wird. „Im Gegensatz zu den weggeworfenen Dingen ist unsere Ware hier nicht offen, angegriffen oder mehrere Wochen überlagert“, begründet der Oschatzer.

Von Christian Kunze

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