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Oschatz Oschatzer Weggefährten zum Ausscheiden des Stadtrates Albert Pfeilsticker
Region Oschatz Oschatzer Weggefährten zum Ausscheiden des Stadtrates Albert Pfeilsticker
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06:00 29.10.2018
Oschatz Albert Pfeilsticker. Quelle: Sven Bartsch
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Oschatz

Zum Monatsende legt Albert Pfeilsticker (CDU) sein Stadtratsmandat nieder. Der 66-Jährige gab dafür gesundheitliche Gründe an. Reaktionen auf den Rückzug des Mannes, der seit 1999 für Oschatz im Kreis- und Stadtrat saß, sammelte OAZ bei seinen „Kollegen“.

Der Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) schätzt Pfeilstickers großes Allgemeinwissen, kommunalpolitische Erfahrungen, die er aus seiner Heimat im Allgäu mitbrachte und sein streitbares Wesen. „Ich bedauere sein Ausscheiden, kann es aber nachvollziehen.“ Er habe Sitzungen mit Humor aufgelockert. „Ich bin sicher, wir werden auch künftig von ihm hören.“

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Erfahren, streitbar, sachlich

Für Thomas Schneider (Die Linke) ist Pfeilstickers Arbeit im Rat ein Beleg für „Prinzipientreue in der Politik und konstruktiven Diskurs. Wir waren öfter unterschiedlicher Meinung. Dennoch war der Streit mit ihm sachlich und ergebnisorientiert. Von Albert Pfeilstickers Tätigkeit in anderen Gremien und Kenntnissen als Jurist profitierte der Stadtrat in Oschatz ganz erheblich“.

CDU-Fraktionschef Dietmar Schurig dankte Albert Pfeilsticker für sein aktive, langjährige Mitarbeit im Stadtverband, im Kreistag und im Stadtrat. „Er brachte und bringt Sachverstand in die Kommunalpolitik ein.“ Sehr oft sei Schurig in kommunalpolitischen Fragen einer Meinung mit Pfeilsticker gewesen oder lagen die Ansichten beider immerhin nahe beieinander. „Und selbst wenn unsere Ansichten zu einer Frage voneinander abwichen, so wertete ich das als Beleg dafür, dass eine große Volkspartei wie die CDU ein solches Spektrum an Meinungen aushalten muss“, so Schurig.

Von Christian Kunze

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