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Oschatz Oschatzer, esst mehr Wölfe!
Region Oschatz Oschatzer, esst mehr Wölfe!
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11:57 10.08.2019
Der Wolf ist hungrig, aber der Mensch auch. Quelle: dpa
Oschatz

Der Wolf ist so schlau, er müsste eigentlich Fuchs heißen. Kaum nimmt die neu eingerichtete Fachstelle Wolf beim Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie am 1. August ihre Arbeit auf, schon tötet Isegrim in Wellerswalde zwölf Schafe, in Malkwitz ein Alpaka und gleich darauf im selben Ort ein Reh. Gerade so, als hätte er darauf gewartet. Der Graue ist gerissen, noch gerissener als seine Opfer. Man könnte meinen, er hat in der Zeitung gelesen, dass sich jetzt jemand nur noch um ihn kümmert. Mal schauen, ob er auch so viel Beachtung findet, wenn er mal etwas tut, was nicht in seiner Natur liegt.

Die Wege des Wolfes

Jetzt, wo wir diese Fachstelle einmal haben, sollten ihr auch gleich weitere Kompetenzen eingeräumt werden. Jetzt, wo der Wolf sich den Wohnorten immer weiter nähert, gehört das Umland nun definitiv zu seiner Route. Höchste Zeit also, Einheimische als auch Touristen ordentlich darauf hinzuweisen. Oschatz liegt auf der Dampfbahnroute, die Collm-Region auf der Wolfsroute. Ergo benötigt die Wolfsroute, analog zur Dampfbahnroute, eigene Hinweisschilder. Als Sponsor kann, wie schon beim Dampfbahnroutenschild, der Oschatzer Rechtsanwalt Albert Pfeilsticker gewonnen werden. Bei all dem, was dem Wolf gerade angelastet wird, kann er einen Verteidiger ja auch ganz gut brauchen. In dubio pro lupo!

Räuber auf der Speisekarte

Dank der ausgewiesenen Wolfsroute kommt zudem der Fremdenverkehr in Schwung. Nachdem Wolfes Wege festgelegt sind, kann er problemlos abgeschossen werden. Und da ein totes Tier unverarbeitet recht nutzlos ist, braucht es natürlich noch leckere Rezepte. Bald schon ist der rabiate Räuber von den Speisekarten hiesiger Gastronomen nicht mehr wegzudenken. Wolfsragout mit Pilzen (am besten eignen sich natürlich Rotkappen) oder Wolfsfrikassee mit einer Beilage, die man sonst nur zu Hühnerfleisch kennt – der Einfachheit halber nennen wir dieses Gericht dann nicht Wolfsfrikassee mit Reis, sondern – Sie ahnen es: Reiswolf.

Von Christian Kunze

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