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Oschatz Pappelschacht von Schmorkau steht weiter unter Beobachtung
Region Oschatz Pappelschacht von Schmorkau steht weiter unter Beobachtung
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09:02 12.09.2019
Im März sperrten Kathleen Teschmit (r.) und Silke Wolf den Pappelschacht für den „Durchgangsverkehr“.. Quelle: Archiv-Foto: Hagen Rösner
Oschatz

Fragt man selbst ortskundige Oschatzer, wo sich im Stadtgebiet der Pappelschacht befindet, dann bekommt man nur ein Schulterzucken. Der Pappelschacht dürfte aber Joggern, die nordöstlich von Oschatz ihre Runden drehen oder Radfahrern als Abkürzung zwischen Schmorkau und der Riesaer Straße bekannt sein. Den Namen bekam der Weg, weil er auf einer Länge von gut 150 Metern beidseitig dicht mit etwa 80 hohen Pappeln bewachsen ist.

Konzept für die Pappelallee noch nicht klar

Doch seit März dieses Jahres ist der Pappelschacht für Jogger, Radfahrer und Spaziergänger dicht. Die Pappeln, die inzwischen ein beachtliches Alter erreicht haben, lassen von Zeit zu Zeit Totholz fallen, vor allem nach Starkwindereignissen. Aus diesem Grund hat die Stadtverwaltung den Pappelschacht gesperrt, sollte an der kleinen eisernen Brücke über die Döllnitz ein Absperrband flattern. Zu groß war der Verwaltung die Gefahr, dass jemand durch herabfallende Äste zu Schaden kommen könnte.

Bei der vergangenen Oschatzer Stadtratssitzung sprach der Grünen-Abgeordnete David Pfennig, das Thema Pappelschacht noch einmal an. Oberbürgermeister Andreas Kretschmar macht in diesem Zusammenhang klar, dass sich an den Verhältnissen am Pappelschacht seit dem März nichts geändert hat. Der Pappelweg bleibt aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht weiter für den „Durchgangsverkehr“ gesperrt, da die Totholzproblematik weiterhin nicht geklärt ist. Wer den Weg weiterhin nutzt, tue dies auf eigene Gefahr. „Unsere Stadtgärtnerei ist mit dem Thema betraut. Der Pappelschacht bleibt vorerst unter Beobachtung“, so Andreas Kretschmar. Dies war auch schon Stand der Dinge, als im März die Stadtgärtnerinnen Kathleen Teschmit und Silke Wolf den Weg sperrten.

In einem Punkt sind sich die Baumpfleger beim Pappelschacht einig: Hier muss etwas passieren. Doch welche Option zum Tragen kommt, scheint noch nicht geklärt zu sein. Die Palette der Arbeiten reicht vom einfachen Entfernen des Totholzes aus dem Kronenbereich, vom Entnehmen einzelner Bäume, um mehr Freiraum zu schaffen, bis zur Fällung der gesamten Pappelallee. Dabei ließen die Stadtgärtner keinen Zweifel daran, dass eine komplette Fällung der schlechteste Weg wäre – womit sie sich mit Grünen-Stadtrat David Pfennig und Olaf Schmidt von der Baumschule Müller in Oschatz einig sind.

Warten auf den strengen Frost

Warum sich auf dem Areal bis heute nichts getan hat, liegt vor allem am feuchten Untergrund in der Döllnitzaue. Dieser verhindert, dass ein entsprechender Hubsteiger zur Entnahme des Totholzes noch nicht aufgestellt werden konnte. An kalten Frosttagen, wenn der Boden entsprechend durchgefroren ist, könnte hier mit entsprechender Technik gearbeitet werden. Doch im vergangenen Winter blieb der Frost jedoch aus, so dass bis jetzt abgewartet werden musste. Im kommenden Winter soll eine entsprechende Wetterlage abgewartet werden. Bis dahin soll auch endgültig über das Schicksal des Pappelschachtes entschieden werden.

Von Hagen Rösner

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