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Oschatz Pfingstausflug mit der Feldbahn in Glossen
Region Oschatz Pfingstausflug mit der Feldbahn in Glossen
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08:52 11.06.2019
Der Pfingstausflug der Saunatruppe aus dem Platsch führte diesmal mit dem „Wilden Robert“ nach Glossen, wo eine Fahrt mit der Feldbahn auf dem Programm stand. Quelle: Bärbel Schumann
Glossen

Oma Birgit und Opa Klaus Hübner denken sich immer eine Überraschung aus, wenn sie mit ihrem Enkel Nils (6) eine Tour unternehmen. Diesmal führte die Limmritzer ihre Fahrt nach Glossen zum Feldbahnverein. Der hatte traditionell an den Pfingstfeiertagen zu Fahrten mit der Feldbahn und zum Besuch des vereinseigenen Museums nach Glossen eingeladen. „Trotz der Hitze brauchten wir uns über mangelnde Besucher nicht zu beklagen. Am Sonntag waren es mehr als 150 Besucher, die in unsere Bahn stiegen“, zog Imre Niedstolik vom Verein am Montagnachmittag Bilanz.

Im Führerstand

Da war der Leipziger, der seit 1998 dem Feldbahnverein die Treue hält, gerade mit einem Zug in den Glossener Bahnhof eingefahren. Gemeinsam mit seinen Vereinskollegen Dennis Jenetzky und Gerd Lange lenkten sie die Feldbahnzüge vom Bahnhof bis in den einstigen Steinbruch und zurück. Auf dem Bahnhof durfte der kleine Nils sich auch einmal in den Führerstand begeben und Lokführer spielen. „Obwohl Limmritz gar nicht so weit weg liegt, waren wir noch nie hier. Ich denke, das ist heute für unseren Enkel ein echtes Erlebnis“, erklärte Oma Birgit Hübner. Schön sei, dass der Heimatverein in seinem Bauwagen-Café für Kuchen und Kaffee sorgt.

Saunafreunde auf Tour

Im gleichen Waggon hatte sich auch eine Truppe von Pfingstausflüglern Plätze gesucht. „Wir sind alles Saunafreunde aus dem Platsch. Diesmal hat Günter Naumann unseren Ausflug organisiert“, erzählte Katharina Krieg. Da im Platsch gebaut werde, treffe man sich eben zu einem Ausflug. Obwohl fast alle in der Oschatzer Region wohnen, war noch nicht jeder der Frauen und Männer einmal mit der Feldbahn gefahren. „Wir sind deshalb mit der Döllnitzbahn bis nach Glossen gekommen und haben hier in der ,Kipplore’ Mittag gegessen. Toll! Jetzt warten wir darauf, dass sich die Feldbahn in Bewegung setzt, sonst wird es knapp mit unserer Rückfahrt bis nach Oschatz“, so Organisator Günter Naumann. Die Wartezeit verkürzt sich die Truppe mit Getränken. Da zum Pfingstausflug die Autos und Motorräder daheim blieben und man auf Schienen reiste, kreiste Sekt und Bier in der Runde, bis sich die Feldbahn in Bewegung setzte.

Halt am Museum

Unterwegs erlebten die Fahrgäste Heimatkunde- und Technikunterricht pur. Natürlich machte der Feldbahnzug auch am Feldbahnmuseum halt, wo es so manches „Schätzchen“ von Lok im restaurierten Zustand zu bestaunen gab. Das begeisterte auch Andre Möbius mit seiner Familie. Der ehrenamtliche Collmer Standesbeamte hatte die Feldbahn als Ziel für einen Pfingstausflug mit seiner Familie ausgewählt. Der Zug, in dem er saß, wurde von Gerd Lange gesteuert. Er gehört erst seit drei Jahren dem Feldbahnverein an, arbeitet ansonsten bei der Deutschen Bahn. Das und seine Ausbildung kann er gut einbringen, um beispielsweise einen der Züge mit den Pfingstausflüglern zu steuern.

Nach reichlich einer Stunde heißt das Endziel Bahnhof Glossen, von wo aus mancher mit dem „Wilden Robert“ nach Hause fährt. „Wir wollten schon Ostern Glossen und die Feldbahn besuchen, aber da kamen wir ohne Auto zwar hin, aber der kurze Aufenthalt reichte nicht für eine Feldbahnfahrt und den Museumsbesuch“, meinte Frank Fahrig aus Leipzig. Diesmal konnte er das alles entspannter angehen und sogar in Glossen noch in Ruhe im Biergarten der „Kipplore“ sitzen.

Die nächsten Fahrtage bei der Feldbahn finden übrigens zum Tag des offenen Denkmals im September statt, denn die Feldbahnschauanlage steht unter Denkmalschutz.

Von Bärbel Schumann

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