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Oschatz Planungsstart auf dem Reißbrett: Die Wiederauferstehung der Oschatzer Westschule
Region Oschatz Planungsstart auf dem Reißbrett: Die Wiederauferstehung der Oschatzer Westschule
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16:04 19.02.2019
Das war im Juli 2013: Damals wurde die alte Westschule abgerissen. Die Vorarbeiten für den Aufbau der neuen Schule, die jetzt in Planung geht. Quelle: Archiv-Foto: Dirk Hunger
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Oschatz

Die Würfel sind gefallen, die Planungen für die neue Grundschule in Oschatz West mit angeschlossenem Hortgebäude können beginnen. Der Oschatzer Stadtrat hatte unlängst die Vergabeentscheidung für die vorgelagerten Planungsleistungen abgesegnet. Damit kann zumindest auf dem Papier und dem Reißbrett die neue Schule entstehen.

Planungsleistungen in fünf Losen

Vom Finanzvolumen wird die neue Schule den Bau des heutigen Thomas-Müntzer-Hauses überflügeln. Dessen Herstellungskosten beliefen sich auf rund acht Millionen Euro. Die neue Grundschule mit Hort wird jetzigen Kostenschätzungen zufolge rund zehn Millionen Euro kosten. Allein die Planungsleistungen sind so umfangreich und vielschichtig, dass sie in fünf verschiedene Lose aufgeteilt und ausgeschrieben werden mussten. Die Ausschreibung erfolgt europaweit. Allerdings hat sich schon bei vergangenen Ausschreibungen bestätigt, dass sich vor allem Unternehmen aus dem Umland beteiligen. Ausländliche Firmen bewarben sich nicht um die Beplanung des Gebäudekomplexes.

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Ausgeschrieben wurden die Planungsleistungen für die Objektplanung, die Freianlagenplanung, die Tragwerksplanung, die Planung für Haustechnik und Elektro sowie die Planungen für die Gebäudeausrüstung.

Alle Aufträge bleiben in Sachsen

Die Auswertung der Ausschreibungsunterlagen erfolgte im Oschatzer Rathaus, beteiligt waren unter anderem Mitarbeiter aus dem Bauamt, dem Planungsamt, der Oberbürgermeister sowie Stadträte. „Wir haben uns zwei Tage für diese Auswahl Zeit genommen“, informiert Oberbürgermeister Andreas Kretschmar. Dass die Jury auch streng prüfen kann, kann Kretschmar nur bestätigen. Beim Los Freiflächengestaltung blieb letztlich nur ein Bieter übrig. „Den haben wir genauso unter die Lupe genommen, wie die Bieter bei den anderen Losen auch“, so Kretschmar.

Den Zuschlag für die Objektplanung Gebäude und Innenräume erhielt die Firma RBZ Generalplanungsgesellschaft aus Dresden. Das Los für die Planung der Freiflächengestaltung bekommt die Firma Noack Landschaftsarchitekten aus Dresden. Die Planung für das Tragwerk und die statischen Angelegenheiten übernimmt die ICL Ingenieurs Consult aus Leipzig. Die Planung für die technische Gebäudeausrüstung sowie die Elektroplanung geht an das Büro Herzog & Partner nach Riesa. Und als letzter Planungsposten werden die Vorbereitungen für die Haustechnik an das Ingenieursbüro für technische Gebäudeausrüstung Part aus Döbeln vergeben.

Erster Spatenstich für 2021 geplant

Für die Stadtverwaltung sind jetzt die Grundlagen für das neue Bauprojekt geschaffen. In den nächsten Monaten wird in den Planungsbüros an den Unterlagen gearbeitet, damit in diesem Jahr bereits Zeichnungen vorliegen, wie das neue Objekt aussehen könnte. Bis zum August müssen die entsprechenden Planungsunterlagen mit dem Fördermittelantrag eingereicht werden. Im kommenden Jahr kann mit einem Bescheid gerechnet werden. Der Bau ist für die Jahre 2021 bis 2023 vorgesehen.

Von Hagen Rösner