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Oschatz Radiologie an der Collm Klinik hat jetzt Chefarzt
Region Oschatz Radiologie an der Collm Klinik hat jetzt Chefarzt
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14:05 02.05.2019
Dr. Henrik Ullrich, Chefarzt der Radiologie, demonstriert mit seinem Kollegen Farid Ahmadli den Computertomographen. Quelle: Pia Siemer
Oschatz

Als Prof. Dr. Henrik Ullrich Mitte der 1990er Jahre seine medizinische Laufbahn in der Radiologie begann, wurden Röntgenbilder noch an Lichtkästen aufgehängt, um beurteilen zu können. Jetzt geschieht das längst am Computer. „Die Digitalisierung hat die Radiologie rasant geändert“, sagt der Mediziner, der seit 2013 an der Collm Klinik arbeitet.

Seit 2018 ist Ullrich Chefarzt der Radiologie an der Collm Klinik, vorher war er als leitender Radiologe tätig. Die Ernennung zum Chefarzt empfindet er als Aufwertung für die ganze Station. „Es kommuniziert vor allem nach außen etwas anderes, ob man Chefarzt oder Leiter ist“, sagt Ullrich. Chefärzte würden zu Konferenzen eingeladen, bei denen Führungskompetenzen vermittelt werden. „Ein Chefarzt ist sowohl personell als auch fachlich für eine Station verantwortlich. Außerdem kümmere ich mich um die Vernetzung innerhalb und außerhalb der Klinik“, erklärt der Radiologe, der nebenbei auch an der Staatlichen Studienakademie in Riesa als Honorarprofessor tätig ist.

Beschleunigung der Arbeitsprozesse

Seit Ullrich im Jahr 2013 aus dem benachbarten Riesa in die Oschatzer Collm Klinik wechselte, beobachtet er eine Beschleunigung der Arbeitsprozesse. Derzeit können täglich etwa 100 bis 150 Patienten in der Abteilung behandelt werden. „Früher haben wir die Befunde auf ein Band gesprochen und die Sekretärin hat es abgetippt“, erzählt Ullrich. „So hat es ein bis drei Tage gedauert, bis der Befund vorlag.“ Derzeit dagegen liegen zwischen der Anmeldung des Patienten und der Erstellung des Befundes nur noch ein bis zwei Stunden. Eine Spracherkennung kann die auf Band gesprochenen Worte des Arztes direkt verschriftlichen, sie wird inzwischen von der gesamten Klinik genutzt. Außerdem können die Mediziner Krankheiten durch verbesserte Darstellungsmöglichkeiten noch präziser diagnostizieren.

Gefäßverschlüsse sind häufigste Diagnosen

Zu den häufigsten Diagnosen im Kreis Oschatz zählen Gefäßverschlüsse in Armen und Beinen. „Diese Volkskrankheit bildet einen Schwerpunkt unserer Arbeit“, erzählt der Mediziner. Durch Stents und Katheter lassen sich die Verschlüsse häufig wieder beheben.

Für die kommenden Jahre hat sich das Stationsteam einiges vorgenommen. „Wir sind jetzt schon sehr vernetzt mit den Unikliniken in Leipzig und Dresden. Die dortigen Fachleute können wir unkompliziert nach einer Zweitmeinung fragen“, sagt der Chefarzt. Niedergelassene Ärzte, die Patienten eine Überweisung in die Klinik geben, können bereits die Patientenakten im hausinternen Netz der Collm Klinik einsehen. Diese Zusammenarbeit soll weiter ausgebaut werden. „Wir wollen den Patienten unnötige Wege ersparen“, so Ullrich.

Von Pia Siemer

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