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Oschatz Radrennen contra Mittagstisch
Region Oschatz Radrennen contra Mittagstisch
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19:03 25.06.2019
Ein Bild vom Vorjahr: Teilnehmer beim Start zum Heide-Rad-Cup auf die Distanz 110 Km Jedermann. Auch seinerzeit gab es Ärger. Quelle: Alexander Prautzsch
Dahlen

Eine Woche nach dem Sparkassen Heide Cup wurde der Ärger über dieses Radrennen und seine Organisatoren im Stadtrat noch einmal deutlich benannt. Nachdem Bürgermeister Matthias Löwe bereits vor einem Monat seine Kritik an der Vorgehensweise bei der Vorbereitung des Rennens Luft gemacht hatte, erwähnte er diese Veranstaltung diesmal zunächst nicht.

„Man hat uns und unsere Einwände ignoriert“, sagte er allerdings, als Steve Klose (WHD) im Tagesordnungspunkt „Anfragen der Stadträte“ das Thema zur Sprache brachte. Er habe zahlreiche Beschwerden zu hören bekommen. Absperrungen und Umleitungen seien schlecht ausgeschildert gewesen. In Schmannewitz sei lange Zeit kein Durchkommen gewesen. So habe man das als Stadt auch vorausgesehen, aber diese Bedenken habe niemand ernst nehmen wollen.

Hospitalhütte und Waldbad waren stundenlang nicht erreichbar

„Wenn es so weitergeht, brauchen wir über Tourismus in der Dahlener Heide nicht mehr reden“, stellte der Bürgermeister fest. Er nahm dabei einerseits auf die Art und Weise der Schließung der Jugendherberge Dahlen Bezug und andererseits darauf, dass „Hospitalhütte“ und Waldbad Schmannewitz beim Heide-Cup stundenlang nicht erreichbar gewesen seien.

Dessen Pächter Harald Kutsche sieht die Ausfälle durch das Radrennen gelassen – in diesem Jahr. „Während der Sperrung war schlechtes Wetter. Da kamen ohnehin nur wenige Gäste – zu Fuß“, stellt er fest. Nach Ende des Rennens und mit besserem Wetter seien wieder sowohl Bade- als auch Imbissgäste gekommen. Man habe deutlich gemerkt, dass nach jedem Pulk der Rennfahrer die Straße frei gegeben worden sei. Das sei in den vergangenen Jahren schlechter organisiert gewesen. Die angekündigten Kurzzeit-Sperrungen habe es dennoch nicht gegeben. „Wer will schon eine halbe Stunde oder noch länger warten, um ins Bad zu gehen?“, fragt der Pächter. Die Kommunikation zwischen dem Veranstalter und den Betroffenen laufe schlecht. Und wenn im Frühjahr die Ausschreibung für das Radrennen im Internet stehe und man erst im Mai das Gespräch suche, dürfe sich niemand über verhärtete Fronten wundern. „Am besten wäre, wenn das Rennen Mitte September stattfinden würde, meint Harald Kutsche, „dann ist hier die Hochsaison schon vorbei“. Und natürlich müssten die Defizite bei der Organisation und bei der Kommunikation ausgeräumt werden.

Jagdhaus: Vorbestellungen gingen verloren

Wolfgang Platz vomJagdhaus hat den Renntag in schlechter Erinnerung. „Er hat uns großen Abbruch getan. Viele Gäste haben nicht zu uns gefunden und eine Reihe von Vorbestellungen sind uns verloren gegangen“, fasst er zusammen. Von offizieller Stelle, also dem Veranstalter, der Stadt oder dem Landkreis sei man nicht informiert worden.

Die Straße sei einfach irgendwann zu gewesen. „Aus Richtung Klinik, woher ein für uns wichtiges Teil des Publikums kommt, gelangte man gar nicht mehr hierher“, erläutert Wolfgang Platz. Da es zwischen Schmannewitz und dem Stadtzentrum ohnehin schon eine Umleitung gibt, die wegen des Rennens quasi noch einmal umgeleitet worden sei, habe die nahezu perfekte Verwirrung geherrscht. Im Klartext: Die meisten Gäste, die noch einen Weg zur „Jagdhaus“ fanden, seien wegen dieser Umstände ziemlich sauer gewesen.

Von Axel Kaminski

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