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Oschatz Rokoko-Kunstschätze im Schloss Hubertusburg
Region Oschatz Rokoko-Kunstschätze im Schloss Hubertusburg
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17:04 18.04.2019
Finanzminister Matthias Haß, SKD-Generaldirektorin Marion Ackermann und Dirk Syndram (v.l.), Direktor von Grünem Gewölbe und Rüstkammer, geben einen ersten Einblick in die Sonderschau, die am 28. April eröffnet wird. Bildergalerie und Video unter www.lvz.de/Region/Oschatz. Quelle: Foto: Jana Brechlin
Wermsdorf

Alte Schätze und neue Medien haben im Wermsdorfer Schloss Hubertusburg Einzug gehalten. Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag wurde die neue SonderschauFriedrich August und Maria Josepha – Das verlorene sächsische Rokoko“ vorgestellt, die am 28. April für Besucher eröffnet wird. Zu sehen sind Exponate der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) und 360-Grad-Videoinstallationen, mit denen das Schlösserland Sachsen die Hochzeit des Kurprinzen mit der Habsburger Kaisertochter vor 300 Jahren in Szene setzt.

Nach 2013 ist es die zweite Sonderausstellung im größten Barockjagdschloss Europas. Und das Schloss soll auch künftig Besuchern viel zu sehen bieten: Sachsens Finanzminister Matthias Haß (CDU) verkündete am Donnerstag in Wermsdorf, dass in Hubertusburg das Schaudepot der Staatlichen Kunstsammlungen eingerichtet werden soll. Bisher fehle das im Freistaat und das Schloss in Wermsdorf biete dafür reichlich Platz. Konkreter wurde Haß zunächst nicht und verwies darauf, dass derzeit eine Machbarkeitsstudie erstellt werde. „Wir arbeiten an einem langfristigen Konzept, das das Schloss dauerhaft beleben soll“, so Haß.

Schloss Hubertusburg mit neuer Schau

Zunächst sind demnächst in Wermsdorf über 100 Kunstwerke und Zeitdokumente des sächsischen Rokoko zu bewundern, darunter Silber, Porzellan, Jagdausrüstung, Gemälde, Möbel oder eine aufwendig bemalte Sänfte. Das Herrscherpaar, das 1719 in einer einmonatigen Feier opulent vermählt wurde, hat das Barockschloss in Wermsdorf deutlich geprägt, was auch anhand von Zeichnungen – etwa des ausladenden Gartens oder des eigens angelegten Opernhauses – sichtbar wird.

Erstmals wird für die Ausstellung der hintere Schlossteil ständig für Besucher geöffnet sein. Dort hat die Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH unsanierten Räumen mit Animationen und Projektionen neues Leben eingehaucht. „Das ist für uns eine willkommene Gelegenheit, neue Vermittlungsmethoden zu präsentieren und modernste Technik mit historischen Gemäuern zu einem unvergesslichen Erlebnis zu vereinen“, sagte Geschäftsführer Christian Striefler.

Blick auf den Turm von Schloss Hubertusburg vom hinteren Flügel aus. Quelle: Jana Brechlin

Das sächsische Rokoko sei ein bisher weitgehend verschütteter Teil europäischer Kunst- und Kulturgeschichte, so Dirk Syndram, Direktor des Grünen Gewölbes und der Rüstkammer, jetzt könne man das Besuchern endlich wieder präsentieren: „Mit Kostbarkeiten aus sieben Museen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und zahlreichen anderen Leihgebern ist eine Schatzkammer der Geschichte entstanden, die die Kraft jener Epoche wieder erleben lässt.“ Die Ausstellung sei Teil der Strategie, nicht nur in Dresden, sondern in ganz Sachsen mit Bildungs- und Kulturangeboten zu wirken, betonte SKD-Chefin Marion Ackermann.

Die neue Sonderschau wird am 28. April um 11 Uhr feierlich in Wermsdorf eröffnet und ist dann bis zum 6. Oktober immer dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr zu sehen.

Von Jana Brechlin

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