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Oschatz Sanierung läuft: Mitte nächsten Jahres will der Zoll einziehen
Region Oschatz Sanierung läuft: Mitte nächsten Jahres will der Zoll einziehen
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09:07 26.07.2019
Mit schwerer Technik wurde gestern ein Anbau des Bahnhofs abgebrochen. Quelle: Foto: Hagen Rösner
Oschatz

Trotz Hitze herrscht auf dem Oschatzer Bahnhof voller Baubetrieb. Während im Inneren die Räume, die später der Zoll beziehen soll, noch nach Rohbau aussehen, hat sich eine Abbruchfirma den heißesten Tag des Jahres ausgesucht, um einen alten Anbau abzubrechen. „In der Vergangenheit wurde auf dem Oschatzer Bahnhof offenbar viel Platz gebraucht. Wir haben insgesamt drei bauliche Anbauphasen an den Bahnhof festgestgestellt“, sagt der Oschatzer Bauamtsleiter Michael Voigt.

„Aktuell laufen auf dem Bahnhof die Rohbau- und Zimmermannsarbeiten zur Entkernung und Ertüchtigung des Gebäudebestandes“, informiert Bauamtsmitarbeiter Rüdiger Pfohl. Dabei geht es auch um Vorleistungen für den geplanten Einbau eines Aufzuges sowie die Gebäudeabdichtung im unterkellerten Bereich des Bahnhofes. Bis jetzt liegen die Bauarbeiten gut im Zeitplan. Bei der nächsten Hauptausschusssitzung Anfang August sollen zwei weitere Baulose für die Bahnhofssanierung vergeben werden. Bisher sieht es so aus, dass der vorgesehene Baufertigstellungstermin Ende Mai 2020 eingehalten werden kann.

Gebäude war beim Kauf stark sanierungsbedürftig

Damit scheint die Rechnung von Oberbürgermeister Andreas Kretschmar und dem Oschatzer Stadtrat aufzugehen. Sie wollten den stark sanierungsbedürftigen Oschatzer Bahnhof nicht seinem Schicksal überlassen, sondern selbst aktiv werden. „Ich habe mir wirklich lange überlegt, ob wir den Bahnhof aus dem Besitz eines vermeintlichen Investors zurückkaufen oder nicht“, beschreibt Andreas Kretschmar seinen Zwiespalt. In einer Zustandsanalyse ist beschrieben: „Das Bauwerk befindet sich in einem desolaten Zustand, insbesondere der südliche Bereich des Mittelteils und der Westturm weisen erhebliche Verfallserscheinungen auf. Dauerhafte Durchfeuchtung der Decken führte zu erheblichen Verfallserscheinungen sowie Einsturzgefahr.“ Eines schien damals schon klar zu sein: Eine preiswerte Geschichte wird die Sanierung des historischen Bahnhofsgebäudes nicht.

Doch spätestens mit dem Beginn des dritten Bauabschnittes im Mai dieses Jahres wurde allen Betroffenen klar, dass sich die langen Mühen, Planungen und Verhandlungen gelohnt haben.

Rund 650 Quadratmeter an den Zoll vermietet

In einem ersten Bauabschnitt nach dem Kauf des Gebäudes wurden die Dächer saniert und das Objekt gesichert. Im zweiten Bauabschnitt entstand die Mobilitätszentrale im Mittelteil des Gebäudes. Heute betreibt dort die Döllnitzbahn einen Fahrkartenverkauf sowie einen kleinen Imbiss.

Beim dritten Bauabschnitt werden die beiden sogenannten Türme links und rechts des Mittelbaus saniert. Lange Zeit wurde in der Öffentlichkeit spekuliert, wer der Mieter des rund 650 Quadratmeter großen Areals sein könnte. Im Oktober des vergangenen Jahres konnte der Oberbürgermeister den Namen des Mieters verkünden. Es handelt sich um die Zollverwaltung des Freistaates Sachsen, die die Flächen anmietet, um von hier aus zu agieren.

Bei allen derzeit laufenden Bauarbeiten steht das Bauamt mit der Denkmalschutzbehörde des Landratsamtes in enger Abstimmung, besonders wenn es um bauliche Details im Fassaden- und Innenbereich geht. Ganz besonders betont Oberbürgermeister Andreas Kretschmar, dass die Sanierung und Vermarktung des Oschatzer Bahnhofes für die Stadt Oschatz kostenneutral ist. Der aufgenommene Kredit für die Sanierung des Objektes wird mit den Mieteinnahmen bedient.

Von Hagen Rösner

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