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Oschatz Schauspieler Sky Du Mont liest in Oschatz aus „Jung sterben ist auch keine Lösung“
Region Oschatz Schauspieler Sky Du Mont liest in Oschatz aus „Jung sterben ist auch keine Lösung“
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10:24 10.03.2019
Sky        du Mont
Sky du Mont Quelle: Foto: Agentur
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Oschatz

„Jung sterben ist auch keine Lösung“ heißt das achte Buch des Schauspielers, Autors und Synchronsprechers Sky du Mont (71). Am 16. März stellt er es im Rahmen einer musikalischen Lesung in Oschatz vor, begleitet von Christine Schütze. OAZ sprach vorab mit ihm.

Ihr Roman setzt sich auf unterhaltsame Art mit dem Altern auseinander. Stecken da die eigenen Ängste vor selbigem mit drin?

Nein. Ich bin topfit, treibe Sport, auch mit meinem 12-jährigen Sohn. Beim Laufen sind wir mindestens ebenbürtige Partner (lacht). Vielmehr fußt das Buch auf Erfahrungen, die ich sammelte, als ich für meine Mutter einen Ort für das würdige Altern suchte. Sie wurde stolze 97 Jahre. Getreu dem Credo „Schreibe über das was du kennst“ gibt es da vieles, was Leser wieder erkennen, die ähnliches hinter sich haben.

Anfangs schrieben sie Krimis, nun humoristische Texte. Wie kam es zum Wandel?

Zum einen ist die Konkurrenz im Krimi-Genre sehr groß. Die Leser dagegen anspruchsvoll zum Lachen zu bringen, ist schwierig, da gibt es deutlich weniger Auswahl. Ich versuche mich darin – und es macht Spaß. Außerdem mag ich Abwechslung – nicht nur beim Schreiben, auch beim Spielen. In einer Serie könnte ich niemals mitspielen.

Abwechslungsreich ist Ihr Schaffen in der Tat. Theater, Sprechrollen, Kino, Fernsehfilm. Wo sind sie am meisten Zuhause?

Es fällt mir schwer, da etwas rauszugreifen. Bühne, Kamera, Mikrofon – alles hat seinen Reiz. Darüber hinaus ist es von Vorteil, beim Film Bühnenerfahrung zu haben. Beim Dreh mit Stanley Kubrick, der manche Szenen an die hundert Mal wiederholen ließ, erachtete ich das als völlig normal. Auf der Bühne sind dreißig Anläufe für eine perfekte Szene normal.

Stichwort Perfektion: Wie sieht für sie der perfekte Lesungsabend in Oschatz aus?

Ich bin gespannt darauf, wie das Publikum das Spiel von Christine Schütze und mir aufnimmt. Das Programm entstand auf ihre Initiative und wurde extra um mein Buch herum gestrickt. Wir hoffen sehr, dass diese Mischung, wie auch bei unseren bisherigen Auftritten, bei den Oschatzern ankommt. All jenen, die nicht nur zuhören und lachen wollen, sei gesagt, dass sie selbst auch zum Gelingen beitragen können. Es gibt eine Stelle im Programm, da ist Mitarbeit des Publikums gefragt – und wenn die klappt, kann es ganz besonders lustig werden.

„Jung sterben ist auch keine Lösung“: 16. März, 20 Uhr, Stadthalle. Karten in der Oschatz-Info, OAZ-Geschäftsstelle, www.eventim.de und an der Abendkasse.

Von Christian Kunze