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Oschatz Schon wieder Nachtrag zum Gewerbegebiet Mügeln-Schweta
Region Oschatz Schon wieder Nachtrag zum Gewerbegebiet Mügeln-Schweta
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06:27 29.06.2018
Nicht alle Herausforderungen der Erschließungsarbeiten für das künftige Gewerbegebiet waren bei der Ausschreibung bekannt. Quelle: DF
Mügeln

Die Unzufriedenheit der Stadträte mit diesem Beschlussvorschlag war deutlich zu spüren. Immerhin handelte es sich dabei um den fünften Nachtrag zu diesem einst für 346 509 Euro vergebenen Auftrag. Mit dieser Summe hatte sich die Terpitzer Firma Straßen- und Tiefbau Höptner seinerzeit unter 13 Bietern durchgesetzt.

Inzwischen fünf Nachträge

Fünf Nachträge später hat die gesamte Auftragssumme mittlerweile 534 035 Euro erreicht, also zirka 50 Prozent mehr als ursprünglich vergeben worden waren. Mit seinem Einwurf, dass der vierte, mit knapp 60 000 Euro genehmigte Nachtrag geringer ausfallen werde, weil die archäologischen Untersuchungen nicht so umfangreich wie befürchtet waren, konnte Bürgermeister Johannes Ecke (Freie Wähler) die Stimmung kaum bessern. Er betonte aber auch, dass man trotz aller Nachträge noch im Rahmen der geplanten Ausbausumme und unter der einstigen Kostenschätzung von rund 600 000 Euro bleibe.

Bauschutt im Grünschnitt

Die Gründe für die Mehrkosten sind vielfältig, hängen aber oft damit zusammen, dass das Gelände längere Zeit mehr oder weniger sich selbst überlassen war. So habe man mitten in einem Areal mit Grünschnitt noch anderen Müll vorgefunden, darunter Bauschutt und auch einen Grabstein. So etwas erfordere dann eine andere Herangehensweise an diese Arbeit und einen höheren Aufwand. Wie der Bürgermeister erläuterte, habe man durchaus von einer einzelnen Straßenlaterne aus dem Altbestand auf diesem Areal gewusst. Dass sich dahinter eine ganze Anlage verbergen könnte, deren Kabel zurückgebaut werden müssten, sei bei der Vergabe des Auftrages nicht abzusehen gewesen.

Kalbel an anderer Stelle

Ein weiterer Punkt, der zu höheren Kosten führte, seinen die Bauverzögerungen selbst. Dadurch verschiebe sich auch die Übergabe des Geländes an die neuen Eigentümer. Die Stadt bleibe länger in der Sicherungspflicht, müsse also das Gelände gegen unbefugtes Betreten oder erneut Müllablagerungen sichern.

Eine Abwägungsfrage sei stets, in welchem Umfang die Vorerkundung betrieben würde. Bei den Erschließungsarbeiten musste man feststellen, dass zum Beispiel die Lage eines Kanals von den Bestandsplänen abwich. Die Ortung der richtigen Lage verursache zusätzliche Kosten. Nahezu ein Glücksfall ist es dann, wenn es für den „überplanmäßigen“ Betonbruch und Bauschutt eine Verwendung gibt. Er soll vor Ort zerkleinert und später mit verbaut werden.Seitens der Mügelner Stadträte gab es in der Diskussion zu diesem Beschluss wenig Kritik am Baubetrieb. Vielmehr wurden Forderungen nach genaueren Kostenplanungen laut und auf die Verantwortung der Planer hingewiesen. Letztlich genehmigten die Stadträte diesen fünften Nachtrag zum Bauauftrag einstimmig.

Von Axel Kaminski

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