Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Schwimmunterricht in der Collm-Region kommt nicht ins Schwimmen
Region Oschatz Schwimmunterricht in der Collm-Region kommt nicht ins Schwimmen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:59 22.08.2018
Sportlehrer Mario Sommer und Platsch-Geschäftsführerin Uta Moritz haben für die Umbauphase des Bades vorgearbeitet. Quelle: Foto: Hagen Rösner
Oschatz

Die Schwimmausbildung an den Grundschulen in Oschatz und in der Collm-Region kommt nicht ins Schwimmen, wenn ab den Herbstferien die Wasserfläche des Platsch geschlossen wird. Wegen der geplanten Bauarbeiten wird dann der Badebetrieb eingestellt. Davon ist natürlich auch der Schwimmunterricht an den Grundschulen betroffen. Der ist im Lehrplan als Teil des Sportunterrichts in der zweiten Klasse verbindlich vorgeschrieben. Aus diesem Grund haben fast alle Grundschulen der Collm-Region das Badeangebot im Platsch für den Unterricht genutzt. Doch was passiert während der Schließungsphase mit dem Schwimmunterricht?

„Wir haben vorgesorgt“, sagen Platsch-Geschäftsführerin Uta Moritz und Schwimmsportkoordinator Mario Sommer, Sportlehrer an der Magister-Hering-Grundschule, unisono.

„Im Prinzip haben unsere Vorbereitungen schon mit der Einreichung der Förderunterlagen für das Bauvorhaben begonnen“, sagt Uta Moritz. Zu der Zeit war also noch gar nicht sicher absehbar, ob der Umbau auch wirklich so funktioniert. Ab diesem Zeitpunkt haben nicht nur die Zweitklässler, sondern auch schon die Erstklässler die Schwimmausbildung begonnen und ein umfangreicheres Pensum absolviert. „Damit ist jetzt die Baupause ohne größere Probleme oder Abwanderung an andere Badstandorte zu bewältigen“, sagt Uta Moritz. Zudem bleibe jetzt noch die Zeit bis zu den Herbstferien, um die städtische Indoorwasserfläche für den Schulsport zu nutzen. Ähnlich könne man dann auch ab dem Zeitpunkt 2019/2020 verfahren, um eventuell bestehende Defizite beim Unterricht abzubauen.

Die Vorverlegung der Schwimmausbildung von der zweiten in die erste Klasse habe aus sportlicher Sicht keine größeren Probleme verursacht. „Ich habe beim Unterricht aber schon deutlich gemerkt, dass einigen Kinder ein Jahr Wassererfahrung fehlt. Das betrifft unter anderem die Sicherheit, mit der sich die Kinder im Wasser bewegen“, sagt Sportlehrer Mario Sommer. Im Normalfall schließen die Jungen und Mädchen der Grundschulen ihre Schwimmausbildung mit dem „Seepferdchen“ oder dem Jugendschwimmpass in Bronze ab. Was die Seepferdchenprüfung beinhaltet, fasst Mario Sommer so zusammen: „Sie müssen eine Strecke von 25 Metern schwimmen, einen Sprung ins Wasser absolvieren und einmal Schultertief tauchen.“

Seit etwa einer Woche läuft im Oschatzer Platsch in den Morgen- und Vormittagsstunden wieder die Schwimmausbildung. Dabei hat Mario Sommer eine interessante Erfahrung gemacht. „Die Schüler sind in diesem Jahr wesentlich besser in den Schwimmunterricht gekommen als in manch anderen Jahren.“ Er sieht die Gründe darin, dass seine Schüler in diesem Jahr wesentlich öfter Baden waren.

Trotz der Vorgaben des Lehrplanes gibt es unter den Schülern noch einige Nichtschwimmer. „Aus meiner Erfahrung liegt der Prozentsatz zwischen drei und fünf Prozent. Das ist aus meiner Sicht eine niedrige Zahl und liegt daran, dass die Schüler während des Schwimmunterrichts nicht das Schwimmen lernen“, so Sommer. Die Gründe dafür seien vielfältig, reichen von einer gewissen Angst vor dem Wasser bis zum Umgang im Elternhaus, wo das Schwimmen keine Rolle spielt.

Von Hagen Rösner

Oberbürgermeister Andreas Kretschmar hatte am Dienstagabend zur Einwohnerversammlung nach Thalheim geladen. Etwa 40 Einwohner nutzen die Informationsmöglichkeit und stellt dem Stadtoberhaupt im Anschluss zahlreiche Fragen.

22.08.2018

Zappenduster wurde es am Dienstagabend in weiten Teilen der Stadt Oschatz und Teilen der Gemeinde Liebschützberg. 4500 Haushalte waren zeitweise ohne Strom. Der Versorger Mitnetz war bis Mittwochnachmittag mit der Behebung beschäftigt.

22.08.2018

Die neue Grundschule in Wermsdorf ist zwar noch eine Baustelle, wächst aber jeden Tag. Von den Fortschritten der vergangenen Monate zeugt ein Zeitraffer-Video, außerdem haben sich Räte und Verwaltungsmitarbeiter vor Ort einen Eindruck verschafft.

22.08.2018